eCommerce – 5 Prozent der Internetnutzer kaufen bereits täglich online Vier von zehn jungen Erwachsenen shoppen mindestens einmal pro Woche online

eCommerce – 5 Prozent der Internetnutzer kaufen bereits täglich online.Heute das Modeschnäppchen, morgen die Grippe-Arznei und übermorgen der Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. So shoppen 5 Prozent der Online-Käufer bereits täglich, 2014 war dies erst 1 Prozent. 14 Prozent kaufen mehrmals pro Woche online ein (2014: 8 Prozent) und 15 Prozent einmal pro Woche (2014: 14 Prozent). Gesamt gesehen kauft also knapp jeder Fünfte (19 Prozent, 2014: 9 Prozent) mehrmals pro Woche online ein. „Online-Shopping ist längst zum Massenphänomen geworden und heute so alltäglich wie der Gang ins Geschäft. Hinzu kommt, dass auch der stationäre Handel, also der klassische Einzelhandel, zunehmend das Geschäftsfeld Online entdeckt und die unterschiedlichen Vertriebswege für sich nutzt“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

eCommerce

eCommerce – Besonders häufig shoppen junge Erwachsene online. Unter den 14- bis 29-Jährigen kaufen bereits 41 Prozent mindestens einmal pro Woche online. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) tut dies sogar mehrmals pro Woche. Lediglich ein Fünftel (21 Prozent) füllt einmal pro Monat oder seltener den Online-Warenkorb. Auch die 30- bis 49-Jährigen shoppen besonders gerne im Netz: 6 Prozent tun dies in dieser Altersgruppe täglich und jeweils 18 Prozent mehrmals beziehungsweise einmal pro Woche. „Die Häufigkeit beim Online-Shopping wird weiter zunehmen, wenn die Nutzer mit dem Online-Einkaufserlebnis zufrieden sind“, sagt Miosga. „Auch ausgefeiltere Apps, eine größere Produktauswahl und neue Zustellmethoden werden die E-Commerce-Umsätze in den kommenden Jahren weiter steigen lassen.“

eCommerce – In der Altersgruppe 50 Plus nimmt die Häufigkeit des Online-Shoppings merklich ab. Bei den 50- bis 64-Jährigen kaufen 12 Prozent mehrmals pro Woche online ein, bei den Über 65-Jährigen sind es ebenfalls 12 Prozent. 32 Prozent beziehungsweise 41 Prozent kaufen in diesen Altersgruppen lediglich einmal pro Monat oder seltener online ein. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 55 Millionen Bundesbürger online eingekauft, das sind 96 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahren.

Weitere Ergebnisse aus der Studie „Online-Shopping beliebter als Einkaufen im Laden“ gibt es hier.

Quelle: Bitkom

Digitale Plattformen – Unternehmen tun sich schwer mit dieser Entwicklung 54 Prozent der Unternehmen kennen den Begriff Plattform-Ökonomie nicht1

Digitale Plattformen – Unternehmen tun sich schwer mit dieser Entwicklung
Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze und haben in den vergangenen Jahren ganze Branchen wie die Hotelbranche, den Handel oder auch die Musik- und Filmindustrie grundlegend verändert. Doch deutsche Unternehmen tun sich mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten geben an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. Nur 4 von 10 Befragten (43 Prozent) sagen, dass sie die Begriffe kennen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Verglichen mit dem Vorjahr, als 36 Prozent der Befragten die Begriffe kannten und 62 Prozent noch nie davon gehört hatten, ist das nur eine3leichte Verbesserung. „Wer als Unternehmer heute die Möglichkeiten digitaler Plattformen ignoriert, der handelt grob fahrlässig. Das ist so, als ob Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Digitale Plattformen werden sich in praktisch jeder Branche etablieren. Die Plattformen brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf, sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb. Unternehmen sollten alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen aufzubauen oder zu nutzen.“

Auch jene Unternehmen, die zumindest von der Plattform-Ökonomie gehört haben, tun sich mit deren Nutzung oder Etablierung schwer. So gibt mehr als jedes dritte dieser Unternehmen (39 Prozent) an, dass digitale Plattformen für das eigene Geschäft nicht relevant seien. Besonders skeptisch sind Industrieunternehmen: Von ihnen sagen zwei Drittel (67 Prozent), das Thema sei für sie ohne Bedeutung. Im Handel ist dieser Anteil mit 18 Prozent am Geringsten. Immerhin bieten etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen, die den Begriff digitale Plattformen kennen, eigene Produkte oder Dienste auf einer Plattform an, 4 von 10 (43 Prozent) kaufen Produkte auf Plattformen ein oder buchen dort Dienstleistungen. Jedes zehnte Unternehmen, dem digitale Plattformen bekannt sind (10 Prozent), betreibt selbst eine solche. Berg: „Jedes Unternehmen braucht dringend eine Digitalstrategie – und Teil einer solchen Strategie muss auch die Beschäftigung mit dem Thema Plattformen sein.“

 

Digitale Technologien erleichtern die Arbeit in der Landwirtschaft

Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf gutem Weg Die Unternehmen sehen auch die Chance, dass durch die Digitalisierung Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze wieder zurück nach Deutschland kommen.

Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf gutem Weg.
Die Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf einem guten Weg und stellen ihr im internationalen Vergleich ein positives Zeugnis aus. So sehen 36 Prozent die deutsche Wirtschaft in der Spitzengruppe, weitere 2 Prozent positionieren sie sogar weltweit auf Rang 1. Praktisch niemand hält sie für abgeschlagen und nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört, 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Viele Unternehmen gehen die digitalen Herausforderungen selbstbewusst an. Ob Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Blockchain oder IoT und Industrie 4.0 – deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben einen exzellenten Ruf und sind bei der Technologie-Entwicklung weltweit spitze“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Zu selten aber werden aus digitalen Innovationen marktgängige Produkte und neue Geschäftsmodelle. Und wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich bislang mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Auch mit Blick auf die nahe Zukunft sehen die Unternehmen die Wirtschaft bei der Digitalisierung gut aufgestellt. Gefragt nach einer Prognose für das Jahr 2030 sieht jeder Zehnte (10 Prozent) die deutsche Wirtschaft weltweit führend, weitere 38 Prozent erwarten eine Position in der Spitzengruppe. Nur mehr jeder Dritte (32 Prozent) erwartet, dass die deutsche Wirtschaft dann im Mittelfeld zu finden sein wird, 12 Prozent sehen sie unter den Nachzüglern. Immerhin 5 Prozent erwarten aber, dass Deutschland dann im internationalen Vergleich abgeschlagen sein wird. „Deutschland hat bei der Digitalisierung zweifelsohne eine hervorragende Ausgangsposition“, so Berg. „Diese Ausgangsposition gilt es zu nutzen. Wir brauchen jetzt eine mutige und entschlossene Digitalpolitik der Bundesregierung.“

Die Unternehmen sehen auch die Chance, dass durch die Digitalisierung Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze wieder zurück nach Deutschland kommen. Das erwarten 4 von 10 befragten Unternehmen (41 Prozent). Im internationalen Vergleich verlagerte sich in der Vergangenheit die Produktion aufgrund hoher Arbeitskosten ins Ausland. Dank neuartiger und individueller Fertigungsmöglichkeiten etwa durch 3D-Druck und steigender Produktivität könnten hierzulande nun wieder neue Fabriken entstehen. Berg: „Wir müssen in der gesellschaftlichen Debatte über die Digitalisierung viel stärker die Chancen in den Fokus rücken – für zusätzliche Beschäftigung, für zusätzliche Wertschöpfung und für zusätzliche Steuereinnahmen, von denen alle profitieren.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 505 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Die Fragestellungen lauteten: „Wo sehen Sie die deutsche Wirtschaft im weltweiten Vergleich beim Thema Digitalisierung?“, „Wo sehen Sie die deutsche Wirtschaft im weltweiten Vergleich beim Thema Digitalisierung im Jahr 2030?“ und „Wird in Folge der Digitalisierung Wertschöpfung wieder zurück nach Deutschland kommen?“

 

Interim Manager für Digitalisierung und Digitale Transformation

Digitalstrategie – Kleinere Unternehmen zögern noch bei der Entwicklung 4 von 10 kleinen Unternehmen fehlt es an einer Digitalstrategie – und oft an Vorbildern für die digitale Transformation

Digitalstrategie – Kleinere Unternehmen zögern noch bei der Entwicklung

■   4 von 10 kleinen Unternehmen fehlt es an einer Digitalstrategie – und oft an Vorbildern für die digitale Transformation
■   In Kooperation mit heise Events startet die Bitkom Akademie die Deutschland Safari 4.0
■   Digitale Vorreiter geben bei 24 Tour-Stopps Einblicke in ihr Unternehmen

Rund drei von zehn Unternehmen in Deutschland (28 Prozent) haben noch keine Digitalstrategie, bei kleinen Unternehmen sind es sogar vier von zehn. Führend auf dem Weg in die digitale Transformation sind vor allem die großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern oder mit mindestens 50 Millionen Euro Umsatz jährlich. Bei den mittleren Unternehmen (50 bis 499 Mitarbeiter; 10 bis 50 Millionen Euro Umsatz) beträgt der Anteil rund ein Viertel (23 Prozent). Besonderen Nachholbedarf haben die kleinen Unternehmen (20 bis 49 Mitarbeiter, 1 bis 10 Millionen Euro Umsatz). 41 Prozent der befragten Unternehmen geben an, über keine digitale Strategie zu verfügen.

„Gerade kleinere Unternehmen stehen häufig vor dem Problem, dass sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Ein guter Einstieg kann es daher sein, sich mit anderen auszutauschen, die hier bereits weiter sind“, sagt Anja Olsok, Geschäftsführerin der Bitkom Servicegesellschaft mbH. „Um Anregungen für die Digitalisierung des eigenen Unternehmens zu bekommen, ist es nicht nötig, ins Silicon Valley zu reisen. Auch in Deutschland gibt es bei den Unternehmen Vorreiter, von deren Erkenntnissen die ganze Wirtschaft profitieren kann“, so Olsok.

Die Deutschland Safari 4.0 soll Unternehmen erste Ansätze und Hilfestellung für die Digitalisierung des eigenen Business-Modells geben. Die Bitkom Akademie und heise Events werden 2018 bis zu 24 Stopps einlegen, bei denen jeweils zwei digitale Vorreiter-Unternehmen Einblicke in Strukturen und Prozesse gewähren. Die ersten Tour-Stopps ab Februar 2018 führen nach Hamburg, Oldenburg, Berlin, Hannover, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Die Teilnehmer besuchen unter anderem die Deutsche Börse, VISCOM AG, CEWE, die Deutsche Bank, das auf Anwendungen rund um Internet of Things (IoT) spezialisierte Start-up relayr und den Betreiber des Hamburger Hafens, die Hamburg Port Authority (HPA). „Wir wollen die Digitalisierungsdynamik in Deutschland erlebbar machen“, sagt Gisela Strnad, Leiterin von heise Events. „Gemeinsam mit ausgewählten Host-Unternehmen zeigen wir anhand von Best-Practices, wie die digitale Transformation in unterschiedlichen Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Impulse für ihr eigenes Unternehmen, Insights aus der Praxis und wertvolle Kontakte.“

Für Frühbucher der Deutschland Safari 4.0 gilt aktuell ein Rabatt von 20 Prozent. Jede Tour wird mit maximal 20 Teilnehmern durchgeführt und enthält den Transfer im Bus vom Start- bzw. zum Endpunkt sowie zu allen Destinationen des Tages.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://www.deutschlandsafari.digital/

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 505 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

eCommerce – Was bevorzugt online gekauft wird

Digitale Transformation – Strategische Positionierung von Human Resources In acht Schritten zu einer dynamischen Personal- und Kompetenzentwicklung im digitalen Wandel

Digitale Transformation – Strategische Positionierung von Human Resources – Arbeitsgestaltung und -organisation unterliegen im Zuge der Digitalisierung einem grundlegenden Wandel. Damit verändern sich auch die Anforderungen und Inhalte der Qualifizierung von Arbeitnehmern. Ein neuer Praxisleitfaden des Digitalverbands Bitkom zeigt die Erfolgsfaktoren einer dynamischen Personal- und Kompetenzentwicklung auf. Grundlage ist eine Online-Umfrage, die 2016 unter Personalverantwortlichen und Beschäftigten durchgeführt wurde. Der Leitfaden gibt einen Überblick, wie Unternehmen sich und ihre Beschäftigten bestmöglich auf den digitalen Wandel vorbereiten können. Gemeinsam mit Praxispartnern wurden zudem konkrete Maßnahmen konzipiert, umgesetzt und evaluiert, wie die Personal- und Kompetenzentwicklung in Unternehmen flexibilisiert werden kann. Ein neu entwickeltes Benchmarking-Tool ermöglicht den Vergleich des betrieblichen Personal- und Kompetenzmanagements mit erfolgreichen Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung. Es ist unter www.kompetenz-benchmarking.de abrufbar.

„Der Praxisleitfaden fasst die Projektergebnisse und Erkenntnisse kompakt zusammen und richtet sich an Personalverantwortliche, betriebliche Bildungsakteure sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit. Er soll insbesondere Unternehmen eine Hilfestellung an die Hand geben, ihre Qualifizierungsaktivitäten im digitalen Wandel an die künftigen Anforderungen besser anzupassen“, sagt Projektmanagerin Stefanie Brzoska.


Digitale Transformation

 


Digitale Transformation – Für eine dynamische Personal- und Kompetenzentwicklung gibt der Leitfaden an Unternehmen folgende Tipps:

1.Digitale Transformation – Strategische Positionierung von Human Resources im Unternehmen: Betriebliches Kompetenzmanagement sollte im Unternehmen zur Chefsache werden und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein.

2.Digitale Transformation – Regelmäßige Überprüfung des Qualifizierungsangebots: Das betriebliche Qualifizierungsangebot sollte regelmäßig anhand verfügbarer Mess- und Steuerungsinstrumente überprüft werden, um in dynamischen Unternehmensumfeldern Schritt halten zu können. Dazu sollte auch das Benchmarking-Tool www.kompetenz-benchmarking.de genutzt werden.

3.Digitale Transformation – Rechtzeitiges Einbinden aller Akteure: Neue Anforderungen an die Personalentwicklung sollten frühzeitig aufgegriffen und Beschäftigte, Fachabteilungen und Interessenvertretungen zu Partnern einer transparenten Personalentwicklungsstrategie gemacht werden.

4.Digitale Transformation – Auf eine sorgfältige Auswahl und ausgewogene Mischung unterschiedlicher Maßnahmen kommt es an: Best Practices anderer Unternehmen zur Kompetenzentwicklung in der Digitalisierung können als Inspiration dienen. Kooperationen bieten sich an. Konzepte sollten aber nicht bloß kopiert, sondern an die eigene Unternehmenskultur angepasst werden.

5. Digitale Kompetenzen stärken: Digitalkompetenz wird in allen Branchen zunehmend zu einer Kernkompetenz. Um auf individuelle Lernbedarfe eingehen zu können, sollten digitale, bedarfsgerechte Lernangebote für den Kompetenzerwerb einbezogen werden.

6. Veränderte Anforderungen an Führungskultur und -verhalten: Führungskräfte sollten in „digitaler Führung“ und „Führen von virtuellen Teams“ qualifiziert werden, um Beschäftigte im Digitalisierungsprozess zu begleiten, zu motivieren und etwaigen Ängsten entgegen wirken zu können.

7. Systematik, Transparenz, Beratung und Bündelung: Bereits vorhandene Qualifikationen sollten systematisch erfasst werden, um Bedarfe zu identifizieren. Der Einsatz digitaler Tools erhöht die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit, um Qualifizierungslücken zu schließen. Angebote zur Qualifizierung sollten systematisch und transparent gebündelt werden.

8. Eigenverantwortung fördern und Raum für neue Wege schaffen: Es gibt keinen „Masterplan“ zur Gestaltung der digitalen Transformation. Der Weg führt vor allem über Experimente. Voraussetzung sind Vertrauen, Selbstbestimmung und Eigenmotivation. Um neue Wege zu gehen, sollten Freiräume geschaffen und der Transformationsprozess durch HR-Experten kompetent begleitet werden.

Der Leitfaden ist im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts „Flexibilisierung durch dynamisches Personal- und Kompetenzmanagement für wissensintensive Dienstleistungen“ entstanden.
Das Dokument ist kostenlos verfügbar unter https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Praxisleitfaden-Qualifizierung.html

Quelle: bitkom

E-Government Gesetz NRW –

E-Government-Gesetz NRW – Das E-Government-Gesetz NRW verpflichtet die Landesregierung dem Landtag bis zum 1. Januar 2019 zu berichten, in welchen Rechtsvorschriften des Landes die Anordnung der Schriftform verzichtbar ist und in welchen Rechtsvorschriften des Landes auf die Anordnung des persönlichen Erscheinens zugunsten einer elektronischen Identifikation verzichtet werden kann. Das Projekt stellt deshalb Tausende von entsprechenden Formerfordernissen auf den Prüfstand.

E-Government

Die Beteiligungs­möglichkeiten am „Normen­screening NRW“

An dieser Stelle haben die Bürger NRW´s die Möglichkeit, bis zum 5.11.2017 Ihre persönliche Stellungnahmen zu den Fundstellen abzugeben und sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Die Stellungnahmen können direkt online abgeben oder bereits verfasste Stellungnahmen hochgeladen werden.. In beiden Fällen sind die abgegebenen Stellungnahmen für andere Besucher der Plattform einsehbar.

Hier geht es zur Anmeldung 

 

Online Abschluss und Zahlung auf Mobilgeräten – AXA vereinfacht Prozess

Online Abschluss und Zahlung auf Mobilgeräten – AXA vereinfacht Prozess. Abgeschlossen, bezahlt und abgesichert mit wenigen Klicks: AXA setzt auf mobil abschließbare Sachversicherungen im Privatkundengeschäft. Junge Kunden nutzen die neuen Services von AXA besonders intensiv.

Als einer der ersten Versicherer im deutschen Markt ermöglicht AXA den komfortablen mobilen Abschluss sowie die Bezahlung der privaten Haftpflichtversicherung per Smartphone oder Tablet. Kunden können per PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschriftverfahren zahlen. Damit folgt AXA konsequent der Devise „Mobile First“: Neue Produkte werden im ersten Schritt für die Darstellung und den Vertrieb auf Mobilgeräten konzipiert. Erst dann werden sie für die Darstellung auf großen Bildschirmen angepasst. Und zwar mit folgendem Ziel: Versicherungslösungen sollen einfacher und kundenorientierter als je zuvor sein.


Online Abschluss
Online Abschluss

E-Commerce in der Versicherungswelt

Online Abschluss und Zahlung auf Mobilgeräten – Das neue Angebot nutzen vor allem junge Kunden. Singles zwischen 18 und 30, in einer Großstadt lebend – diese Kundengruppe entschließt sich besonders häufig zum Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung auf dem Mobilgerät. Die Zahl der Nutzer, die sich mobil über die Tarife der privaten Haftpflichtversicherung erkundigen und direkt mobil bei AXA abschließen, nimmt stetig zu. In den nächsten Jahren will AXA das Angebot an mobil abschließbaren Versicherungen deutlich ausbauen und weitere Zahlungswege anbieten. Dies gilt sowohl für die digitalen Kontaktkanäle zur AXA als auch für die selbigen der AXA Agenturen.

Nutzerfreundlichkeit hat oberste Priorität

Online Abschluss und Zahlung auf Mobilgeräten – „Das Zugticket am Bahnsteig schnell online kaufen, das Buch fix in den digitalen Warenkorb legen, die Reise eben noch im Internet buchen – was für so viele Lebensbereiche längst Standard ist, das wollen wir auch bei Versicherungen möglich machen. Im Fokus steht die Nutzerfreundlichkeit, und das auch auf den kleinen Bildschirmen. Wir verfolgen den Anspruch, unseren Kunden das beste Nutzererlebnis zu geben“, so Marc Lüke, Leiter Direktvertrieb von AXA Deutschland. Die Bedienung ist intuitiv. Felder wie die Postleitzahl lassen sich über die Standortbestimmung automatisch ausfüllen. So erhalten Kunden auch nützliche Zusatzinformationen: Sie erfahren zum Beispiel, wie viele Berater es in ihrer Nähe gibt. „Durch die Vernetzung von digitalem Verkauf und persönlicher Beratung ist AXA in der Lage, die Kundenbedürfnisse optimal zu bedienen“, erklärt Lüke.

Mobiles Bezahlen für mobile Abschlüsse

Seit Dezember 2016 ermöglicht AXA darüber hinaus Kunden, die online für ihre private Haftpflichtversicherung eine jährliche Zahlweise wählen, per PayPal oder Kreditkarte zu zahlen. „Schon jetzt entscheidet sich mehr als ein Drittel dieser Kunden für den Online-Bezahldienst, denn sie sparen sich so die lästige Eingabe von langen IBAN-Daten. Im Sinne unserer Kundenorientierung arbeiten wir daran, weitere Bezahldienste zu integrieren“, kündigt Alexander Quadt, Leiter Cash von AXA Deutschland, an.

 

Digitale Transformation – Unternehmen benötigen eine eigene Digitalstrategie

Digitale Transformation der Wirtschaft läuft noch nicht rund.  Ein digitales Archiv statt einem Keller voller Papierakten, die Drohne in der Landwirtschaft, die punktgenau Pestizide ausbringt, oder der Aufbau einer digitalen Plattform, um völlig neue Kunden zu erreichen: Die Erkenntnis, dass die Digitalisierung für Unternehmen aus allen Branchen große Chancen bietet, ist bei Geschäftsführern und Vorständen angekommen. Dennoch beklagen praktisch alle Unternehmen, dass sie bei der digitalen Transformation auf Hürden stoßen. In einer repräsentativen Umfrage unter 503 Unternehmen aller Branchen gab kein einziges Unternehmen an, dass die Digitalisierung ohne Hemmnisse verlaufe. 7 Prozent wissen es nicht oder können keine Angaben machen. Die Befragung wurde im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Die größten Schwierigkeiten gibt es demnach bei Datenschutz und IT-Sicherheit, beim Personal sowie bei internen Abstimmungen. So geben jeweils 4 von 10 Unternehmen an, dass die Anforderungen an den Datenschutz (38 Prozent) sowie die IT-Sicherheit (37 Prozent) die digitale Transformation behindern. Jeweils 3 von 10 Unternehmen sagen, es fehle an Akzeptanz in der Belegschaft (29 Prozent) sowie geeigneten Fachkräften mit Digitalkompetenz (28 Prozent). Ähnlich häufig werden fehlende Vorgaben aus der Geschäftsleitung (27 Prozent) und langwierige Entscheidungsprozesse (25 Prozent) beklagt, 16 Prozent sehen sich durch eine fehlende Investitionsbereitschaft behindert. „Jedes Unternehmen muss für sich eine Digitalstrategie entwickeln. Wenn erst einmal klare Ziele festgelegt sind, wird die Abstimmung im Unternehmen viel einfacher“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Teil einer Digitalstrategie sollte auch die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sein. Wer über qualifiziertes Personal verfügt, der kann auch mit Anforderungen durch den Datenschutz und mit dem zentralen Thema IT-Sicherheit deutlich besser umgehen.“Digitale Transformation


Die Unternehmen haben auch klare Erwartungen an die Politik, wie die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt werden könnte. Neben einem flächendecken Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbit/s, den 59 Prozent fordern, stehen ein höheres Engagement bei IT-Sicherheit, etwa mit mehr Mitteln für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), sowie bildungspolitische Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (je 52 Prozent) im Mittelpunkt. Ebenfalls große Bedeutung wird einheitlichen Datenschutzgesetzen in Europa (42 Prozent) beigemessen. Jeder Dritte (31 Prozent) erwartet mehr politische Unterstützung, um die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Industrie 4.0 zu forcieren. Rohleder: „Die Unternehmen wollen mit der digitalen Transformation in Deutschland eine Erfolgsgeschichte schreiben. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten bei den wichtigen Themen wie Sicherheit, Datenschutz sowie Aus- und Weiterbildung gemeinsam die richtigen Weichen stellen – dabei sind Unternehmen, Politik und jeder einzelne Mitarbeiter gleichermaßen gefordert.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 503 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Die Fragestellungen lauteten: „Was sind aus Ihrer Sicht Hürden für die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen?“, „Jetzt möchte ich Sie bitten, die drei wichtigsten Handlungsfelder der Politik für ein Gelingen der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft zu nennen.“ Quelle – Bitkom

Digitale Plattform – Unternehmen ignorieren Lösungen

Digitale Plattform – Die Digitalisierung führt dazu, dass sich auf immer mehr Märkten digitale Plattformen etablieren – doch die meisten deutschen Unternehmen wissen mit dieser Entwicklung immer noch nichts anzufangen. Mehr als sechs von zehn Geschäftsführern und Vorständen (62 Prozent) geben an, dass sie noch nie von den Begriffen Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkte oder digitale Plattformen gehört haben. Nur rund jeder Dritte (36 Prozent) kennt einen der Begriffe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 503 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Vor einem Jahr lag die Bekanntheit digitaler Plattformen auf ähnlichem Niveau. „Plattformen können bestehende Märkte von Grund auf verändern. Neue Unternehmen aus völlig anderen Branchen können die etablierten Platzhirsche verdrängen, wenn diese die Chancen der Digitalisierung nicht erkennen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Dabei gibt es je nach Unternehmensgröße und Branche deutliche Unterschiede bei der Bekanntheit von digitalen Plattformen. Während nur 34 Prozent der Top-Manager von Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern die Begriffe kennen, sind es bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten 52 Prozent. Und während die Bekanntheit in der Industrie bei 41 Prozent liegt, sind es im Handel (34 Prozent) und bei Dienstleistern (32 Prozent) deutlich weniger.

Digitale Plattform
Digitale Plattform – Bekannte Beispiele für digitale Plattformen, die sich an Privatkunden richten, sind Airbnb, Amazon, Uber, Ebay oder die App-Stores von Apple oder Google. Auf einer digitalen Plattform kommen die Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen mit möglichen Kunden zusammen. Der Plattform-Betreiber kann von den Anbietern, den Kunden oder von beiden eine Gebühr für jede Transaktion oder ein Entgelt für den Zugang zur Plattform verlangen. Der Plattform-Betreiber muss selbst keine Waren herstellen oder Dienste anbieten, er betreibt nur einen digitalen Marktplatz. Die Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen erhalten auf der Plattform Zugang zu einer großen Zahl von Kunden. Und die Kunden können an einer Stelle bequem verschiedene Anbieter vergleichen und unter ihnen auswählen. Zugleich gewährt ihnen der Plattform-Anbieter häufig die Sicherheit, dass sie es mit vertrauenswürdigen Verkäufern zu tun habe. Neben den Plattformen für Privatkunden gibt es viele Angebote, die Geschäftskunden zusammenbringen. „Plattformen bieten für alle Beteiligten viele Vorteile, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen“, so Rohleder. So verlieren die Anbieter zum Beispiel den direkten Kundenkontakt, da die Plattform dazwischen geschaltet ist. Rohleder: „Alle Unternehmen sind gut beraten, eine individuelle Plattform-Strategie zu entwickeln.“

Von jenen, die bereits von der Plattform-Ökonomie gehört haben, sagt jeder Zweite (51 Prozent), dass es für das eigene Unternehmen relevante Plattformen gibt. Dabei sieht vor allem der Handel relevante Plattform-Anbieter (78 Prozent). Unter den Dienstleistern sind es nur 43 Prozent, in der Industrie sogar nur 35 Prozent. Und von diesen Unternehmen, die für das eigene Unternehmen relevante Plattformen identifiziert haben, sagen wiederum 82 Prozent, dass sie darauf selbst Waren oder Dienstleistungen anbieten. Umgekehrt kaufen dort 71 Prozent Waren bzw. Dienste ein. Und 14 Prozent geben an, eine eigene Plattform zu betreiben.

Digitale Plattform – Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 503 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie schon einmal von den Begriffen digitale Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkte oder kurz digitale Plattformen gehört?“, „Gibt es eine digitale Plattform, die für ihr Unternehmen relevant ist?“ und „Inwiefern ist die digitale Plattform bzw. sind die Plattformen für Ihr Unternehmen relevant?“ Quelle Bitkom

Digitale Technologien erleichtern die Arbeit in der Landwirtschaft

Digitale Technologien erleichtern die Arbeit in der Landwirtschaft beträchtlich: Dank Wetter-Apps und anderen Datenanalysen lassen sich beispielsweise Aussaat und Ernte optimieren, digitalisierte Düngeverfahren ermöglichen eine pflanzen- und umweltgerechtere Bewirtschaftung der Felder und Sensortechnik leistet einen wesentlichen Beitrag zum Tierwohl. Rund vier von zehn Landwirten und Lohnunternehmern (38 Prozent) sind daher der Meinung, dass digitale Technologien dabei helfen, die Akzeptanz moderner Landwirtschaft zu steigern. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unterstützt vom Deutschen Bauernverband (DBV) unter 521 Landwirten und sogenannten Lohnunternehmern, die als Dienstleister für Landwirte arbeiten– meist ohne eigene Fläche und ohne eigene Tiere. „Mit Smart-Farming-Technologien lässt sich die Landwirtschaft heute transparenter machen. So kann der Verbraucher genau verfolgen, wo die Kartoffel auf dem Teller herkommt, aus welchem Saatgut und mit welchem Dünger sie entstanden ist. Er kommt dadurch wieder näher ans Produkt und den Produzenten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wenn Wirtschaftlichkeit und Umwelt in einer gesunden Balance zueinander stehen, wird das Vertrauen der Verbraucher gestärkt.“

Digitale Technologien erleichtern die Arbeit in der Landwirtschaft

Digitale Technologien – Allerdings gibt auch ein Fünftel der Branche (22 Prozent) an, dass digitale Technologien der Akzeptanz moderner Landwirtschaft in der Öffentlichkeit schaden, weil sich die Produktion von der Natur entferne. Ein Drittel (35 Prozent) meint, dass digitale Technologien keinen Einfluss auf die Akzeptanz moderner Landwirtschaft haben. „Die Zeiten von Sense und Harke sind auf den meisten Bauernhöfen vorbei. Viele landwirtschaftliche Unternehmen sind hochleistungsfähige Hightech-Betriebe, die durch den Einsatz digitaler Technologien sehr viel ressourcenschonender wirtschaften können“, so Rohleder. Landwirte seien jetzt gefordert, den Verbrauchern die Vorteile der modernen Landwirtschaft zu erklären und für ein Maximum an Transparenz zu sorgen, etwa im Rahmen von Aktionen wie „Offene Hoftore“. „Moderne Produktionsformen sind komplex und brauchen Erklärung. Digitale Technologien können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, industrielle Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz sehr eng zusammenzubringen“, so Rohleder.

Die Landwirtschaft digitalisiert sich derzeit rasant: Schon heute nutzt mehr als jeder Zweite (53 Prozent) in der Branche digitale Lösungen (gemeinsame Umfrage des Bitkom und des Deutschen Bauernverbands, November 2016). Um die Digitalisierung der Landwirtschaft weiter voranzubringen, schlägt Bitkom u.a. vor:

  • Netzausbau vorantreiben: Moderne digitale Systeme und Software helfen Landwirten dabei, Kosten zu sparen, weniger Ressourcen einzusetzen und damit die Umwelt zu schonen. Ihr Einsatz erfordert leistungsstarke Internetzugänge, gerade im ländlichen Raum.
  • Geodaten kostenfrei zur Verfügung stellen: Viele digitale Lösungen für die Landwirtschaft benötigen aktuelle und präzise Geodaten, die derzeit bereits staatlich erhoben werden. Die Anbieter solcher Systeme sind ebenso wie die Landwirte darauf angewiesen, dass diese in einem einheitlichen maschinenlesbaren und offenen Datenformat kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
  • Innovation durch Gründerförderung unterstützen: Die Entwicklung innovativer Lösungen benötigt die gezielte Unterstützung neuer Ideen, etwa durch die Förderung von Start-ups im Agrarbereich und die Vereinfachung des Marktzugangs.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 521 Landwirte und Lohnunternehmer befragt.

Digitalisierung – Unternehmen kooperieren zusammen

Digitalisierung – Eine große Mehrheit der Unternehmen versucht über Kooperationen die Digitalisierung des eigenen Geschäfts voranzutreiben. Nach einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom geben rund vier von fünf Unternehmen (78 Prozent) in Deutschland an, dass sie Partnerschaften mit anderen Unternehmen aus der Digitalwirtschaft oder klassischen Branchen eingegangen sind, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Die beiden wichtigsten Gründe für diese Zusammenarbeit sind der Wissenstransfer ins eigene Unternehmen (48 Prozent) sowie die Kostensenkung (45 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen als Motive, neue Märkte (27 Prozent) bzw. Kundengruppen (21 Prozent) zu erschließen. Nur rund jedes fünfte Unternehmen gibt an, durch die Kooperationen neue Produkte oder Dienste entwickeln (20 Prozent) oder die Kräfte im Wettbewerb bündeln (18 Prozent) zu wollen. „Viele Unternehmen setzen bei der Digitalisierung auf Kooperationen. Dabei geht es allerdings oft eher um die Auslagerung von Aufgaben zur Kostensenkung als um die Bündelung von Kräften und das gemeinsame Entwickeln innovativer Lösungen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Um die digitale Transformation in Deutschland erfolgreich zu gestalten, brauchen wir mehr echte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und dabei vor allem auch zwischen Global Playern, Mittelständlern und Start-ups.“

Zwischen den Unternehmensgrößen und Branchen gibt es dabei zum Teil deutliche Unterschiede. Unter den Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern arbeiten79 Prozent rund um die Digitalisierung mit anderen zusammen, unter denen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es nur 76 Prozent. Während im Handel 81 Prozent der Unternehmen und bei den Dienstleistern 80 Prozent mit anderen kooperieren, sind es in der Industrie nur 71 Prozent. Die Digitalisierung der Wirtschaft ist unter dem Motto „d!conomy“ auch Schwerpunktthema der CeBIT, die vom 19. bis 24. März in Hannover stattfindet.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 503 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Digitale Transformation verändert Konsumgewohnheiten, Geschäftsmodelle und Märkte – Roland Berger Studie

Digitale Transformation verändert Konsumgewohnheiten, Geschäftsmodelle und Märkte und schafft neues wirtschaftliches Potenzial – auch in Europa:  (upmann.digital) Experten schätzen, dass ein europäischer digitaler Binnenmarkt das Bruttoinlandsprodukt pro Jahr um 415 Milliarden Euro erhöhen und über 100.000 neue Arbeitsplätze in der EU schaffen kann. Doch Faktoren wie unterschiedliche Datenschutzregelungen oder nationale Schranken für digitale Transaktionen behindern nach wie vor die freie Entfaltung der Digitalwirtschaft in Europa. Dementsprechend hat der Kontinent Nachholbedarf: Aktuell können europäische Startups im Vergleich zu ihrer amerikanischen Konkurrenz lediglich auf ein Fünftel des Risikokapitals zurückgreifen. Auch bei der Entwicklung von „Unicorns“ steht Europa deutlich hinten an: Weltweit stammen 39 Prozent aus dem Silicon Valley, nur 11 Prozent sind europäischen Ursprungs. Um diese Entwicklung zu durchbrechen, haben die Digitalexperten von Roland Berger die einschlägigen Voraussetzungen von Deutschland und Frankreich analysiert. Unter dem Titel „Towards a Franco-German Digital Valley“ haben sie daraus ein Konzept für ein gemeinsames Digital Valley entwickelt. „Wir sollten enger zusammenarbeiten und dabei nicht einfach nur eine Lücke schließen wollen“, sagt Charles-Edouard Bouée, CEO von Roland Berger. „Es geht vielmehr darum, dass unsere Unternehmen das Tempo des technologischen Wandels gegenüber den USA und Asien mitbestimmen. Dazu sollten Frankreich und Deutschland, wie vor über 50 Jahren mit der Gründung der Montanunion, ihre jeweiligen Stärken einbringen. Ein gemeinsames „Digital Valley“ ist ein erster Schritt, um Europa als Weltmarktführer bei den Technologiethemen der Zukunft – wie der künstlichen Intelligenz – zu etablieren.“

Defizite in beiden Ländern

Allerdings gibt es sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verschiedene Defizite, die Europas Aufbruch in die digitale Zukunft noch im Wege stehen. „Zum Beispiel ist der Zugang zu Risikokapital für Startups in beiden Ländern ausbaufähig“, stellt Roland Berger-Partner Anne Bioulac fest. „In Frankreich werden Investoren von den fiskalischen Rahmenbedingungen abgeschreckt, in Deutschland herrscht allgemein eine eher risikoscheue Kultur.“

Zusätzlich fehlt in Frankreich ein ausreichendes Cloud-Angebot. Und obwohl Deutschland in diesem Bereich besser aufgestellt ist, wird der Markt weiterhin von amerikanischen Lösungen dominiert. „Die europäischen Unternehmen sind für Sicherheitsfragen natürlicherweise sensibilisiert. Daher vertrauen sie nicht mehr auf Cloud-Lösungen aus den USA“, erläutert Philipp Leutiger, Partner von Roland Berger. Aus diesem Grund existieren in Europa viele nationale Lösungen, die aber nicht die kritische Masse erreichen, um rentabel wirtschaften zu können.

Handlungsempfehlungen für ein deutsch-französisches Digital Valley

Damit diese Defizite auf beiden Seiten des Rheins überwunden werden können, schlagen die Experten von Roland Berger einen Aktionsplan mit drei zentralen Handlungsempfehlungen vor:

  1. Finanzstarke und länderübergreifende Risikokapitalfonds:
    Bereits heute unterstützen französische und deutsche Unternehmen Startups im jeweils anderen Land mit Risikokapital, um Innovationen in ihrem Bereich zu fördern. Zudem kooperieren deutsche und französische Organisationen im Digitalbereich, zum Beispiel die deutsche „Industrie 4.0-Initiative“ und die französische „Alliance pour l’industrie du future“. Dieses Engagement sollte ausgebaut werden, damit auf der deutsch-französischen Achse mehr Risikokapital im Bereich Digitalisierung zur Verfügung steht und auf andere Länder ausstrahlt.
  2. Unabhängige deutsch-französische Cloud-Lösungen:
    Europa bietet aktuell nicht die notwendige digitale Infrastruktur. Mit einer gemeinsamen Cloud-Plattform könnten Deutschland und Frankreich ein eigenständiges europäisches System für den ganzen Kontinent etablieren. Und somit den Unternehmen mehr Unabhängigkeit von amerikanischen Anbietern verschaffen. Neben der Einführung von europäischen Software-Sicherheitsstandards, gehört dazu auch die Weiterentwicklung neuer Cloud-Technologien, zum Beispiel auf der Basis eines dezentralisierten, unveränderbaren Datenregisters (Blockchain). Damit kann Europa die nächste Innovationswelle in diesem Bereich mitgestalten.
  3. Gemeinsamer internationaler Auftritt in Digitalisierungsfragen:
    „Alleine fehlt es beiden Ländern in der Digitalwirtschaft an internationaler Reputation, um von Investoren und jungen Talenten wahrgenommen zu werden“, sagt Leutiger. Doch gemeinsam sind verschiedene Ansatzpunkte denkbar. „Zum Beispiel könnten Frankreich und Deutschland in Grenzstädten wie Freiburg oder Mulhouse eine Smart-City-Initiative starten“, schlägt der Experte vor. Zudem benötigen Frankreich und Deutschland für ein gemeinsames Digital Valley eine Harmonisierung der wirtschaftlichen und fiskalischen Rahmenbedingungen und einheitliche technische Standards.

„Deutschland und Frankreich müssen jetzt handeln, damit die EU gegenüber den USA und den asiatischen Ländern nicht weiter an Boden verliert“, warnt Bioulac. „Mit dem Aufbau eines Digital Valley zwischen Berlin und Paris können beide Länder die digitale Zukunft des Kontinents aktiv gestalten.“

Zur Studie

Digitale Transformation

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eGovernment Prozesse -NRW setzt auf Digitalisierung

eGovernment – Nordrhein-Westfalen baut seine digitale Strategie weiter aus.

(upmann.digital) Ergänzend zu dem im Juli verabschiedeten E-Government-Gesetz können Landesbehörden ab sofort über einen Rahmenvertrag beim Landesbetrieb IT.NRW Leistungen rund um digitale Formulare abrufen. Der IT-Dienstleister Materna GmbH hat gemeinsam mit seinen Partnern Lucom und Proximity den Zuschlag für den Rahmenvertrag über Unterstützungsleistungen im Bereich Formular-Management (FMS) für eine maximale Laufzeit von vier Jahren erhalten.

eGovernment

eGovernment – Über den Rahmenvertrag können Landesbehörden bei IT.NRW Dienstleistungen in Form von Projektleitung, Entwicklung, Formulardesign und Schulung für den Einsatz digitaler Formulare zur medienbruchfreien Prozessgestaltung erhalten. Bezugsberechtigt sind alle Behörden und Einrichtungen der Landesverwaltung. eGovernment – Mit digitalen Formularen bietet sich ein zeitgemäßer Ersatz für ausfüllbare PDF-Dokumente, die auf jedem Endgerät nutzbar sind. eGovernment Zudem sind digitale Formulare das Fundament für medienbruchfreie E-Government-Prozesse, wie sie zum Beispiel das E-Government-Gesetz in NRW vorsieht. Durch einen kompletten E-Government-Prozess wird die öffentliche Verwaltung von aufwendigen Papierprozessen entlastet und beschleunigt ihre Interaktion mit Bürgern und Wirtschaft. Diese müssen nicht mehr den Weg zur Behörde auf sich nehmen, sondern können ihre Anträge simpel und nutzerfreundlich online stellen. Die technische Plattform Lucom Interaction Platform ist bereits sehr erfolgreich in zahlreichen Projekten bei Wirtschaftsunternehmen und in unterschiedlichen Fachverfahren bei Bundes- und Landesverwaltungen im Einsatz, etwa bei BAföG-Online und @nton-Anträge-Online in NRW sowie innerhalb der Justiz und der Bezirksregierung. Vorreiter sind große Referenzinstallationen der gleichen Basiskomponente im Bund. Komplexe Fachverfahren wie beispielsweise beim Zoll, der Justiz und im Umweltbundesamt setzen die Software bereits erfolgreich ein.

Materna GmbH

Als führender IT-Dienstleister beschäftigt Materna europaweit rund 1.700 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von 210 Millionen Euro. Materna deckt das gesamte Leistungsspektrum eines Full-Service-Dienstleisters im Premium-Segment ab: von der Beratung über Implementierung bis zum Betrieb. Zielgruppen sind IT-Organisationen sowie Fachabteilungen in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Materna ist in sechs Business Lines organisiert: IT Factory, Digital Enterprise, Government, Communications, Mobility sowie das SAP-Beratungsunternehmen cbs aus Heidelberg.

Digitale Transformation – Leitfaden zum Download

Digitale Transformation – Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat zusammen mit Experten aus verschiedensten Bereichen einen Wegweiser für Digitalisierungsvorhaben in Unternehmen veröffentlicht.

(upmann.digital) Er gibt wichtige Impulse und einen Überblick über neue Entwicklungen, aktuelle Trends und erfolgreiche Anwenderbeispiele im Umfeld der Digitalisierung und des Internet of Things (IoT). Der Leitfaden steht jetzt zum Download bereit.

Digitale Transformation

So vielfältig wie die Aspekte und Herausforderungen der digitalen Transformation, so abwechslungsreich sind auch die Themen, die in der neuen DSAG-Veröffentlichung „Digitale Transformation angehen – Antworten zur Gestaltung der digitalen Zukunft“ aufgegriffen werden. Das inhaltliche Spektrum reicht von erfolgreichen Digitalisierungsbeispielen und Best Practices über Lösungsübersichten und Checklisten, die Anwendern den Übergang leichter machen sollen, bis hin zu zentralen Zukunftsthemen. „Der digitale Wandel wird für viele Unternehmen zunehmend spürbar. Wir haben in Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Experten wesentliche Facetten der digitalen Transformation aufgegriffen, um unseren Mitgliedern eine Hilfestellung beim Übergang in diese neue, anspruchsvolle Ära zu geben“, fasst Otto Schell, DSAG-Vorstand Branchen/Geschäftsprozesse und digitale Transformation die Beweggründe für den Leitfaden zusammen.

Weitere Informationen:
DSAG-Forum Digitale Transformation

Leitfaden zum Download
www.dsag.de/leitfaden_digitale_transformation

Über DSAG

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) in Walldorf versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung aller SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel der DSAG ist es, darauf hinzuwirken, dass bedarfsgerechte SAP-Lösungen geschaffen werden sowie den Erfahrungs- und Informationsaustausch sowohl der SAP-Kunden untereinander als auch mit SAP zu fördern. Die 1997 als eingetragener Verein gegründete DSAG zählt heute über 3.000 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 55.000 Mitgliedspersonen und hat sich als eine der größten SAP-Anwendergruppen weltweit etabliert. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dsag.de, www.dsag.at, www.dsag-ev.ch.

ZEISS Digital Innovation Partners gegründet

ZEISS Digital hat eine neue Einheit gegründet, um die digitale Transformation des Unternehmens weiter zu beschleunigen:

(upmann.digital) Die ZEISS Digital Innovation Partners unterstützen die Unternehmensbereiche des in Optik und Photonik weltweit führenden Technologiekonzerns die Chancen der Digitalisierung für die Kunden, Partner und Mitarbeiter nutzbar zu machen. Den Aufbau der ZEISS Digital Innovation Partners übernimmt Matthias Gohl, bisher Leiter Corporate Strategic Development bei ZEISS. Er berichtet in seiner neuen Rolle direkt an Thomas Spitzenpfeil, CFO und CIO.  Die Einheit mit Hauptsitz in München soll in den kommenden zwei Jahren auf 100 Mitarbeiter wachsen und dabei auch an anderen ZEISS Standorten weltweit präsent sein.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits in den unterschiedlichen Bereichen digitale Initiativen gestartet und neue, digitale Lösungen für seine Kunden entwickelt. Einige Beispiele, an denen bereits intensiv gearbeitet wird, sind der umfassende onlinebasierte Kundendialog, Big-Data-Anwendungen und die Vernetzung von Messmaschinen, Mikroskopen oder medizinischen Diagnostikgeräten.  Das vorrangige Ziel ist nun, noch schneller skalierbare digitale Lösungen, Produkte und Services gemeinsam mit den Unternehmensbereichen zu entwickeln. Die digitale Transformation geht mit der Gründung von ZEISS Digital Innovation Partners in die nächste Phase.

Zeiss Digital
©Zeiss

„Wir haben bereits in den vergangenen Jahren insbesondere im Zuge unserer Initiative ‚Winning in the Digital World’ Digitalprojekte unternehmensübergreifend gestartet und erfolgreich umgesetzt. Die Gründung ist ein wichtiger Meilenstein, um den digitalen Wandel bei ZEISS mit Nachdruck voranzubringen“, so Spitzenpfeil. Gohl ergänzt: „Die ZEISS Digital Innovation Partners verbinden das Beste aus zwei Welten: Den Spirit, den Antrieb und die Agilität eines digitalen Start Ups mit der langfristigen Orientierung, der finanziellen Stabilität, der strategischen Weitsicht und dem Know-how eines international erfolgreichen, etablierten Unternehmens.“ Als Hauptstandort wurde München gewählt, da die Isarmetropole einer der zentralen IT-Hotspots in Europa ist und das ideale Umfeld bietet, um High Potentials aus der ganzen Welt und für die relevanten Technologiebereiche zu gewinnen. Auch die Nähe zu den Kunden ist mit den vielen High-Tech-Unternehmen und Top-Universitäten vor Ort gegeben. Darüber hinaus arbeiten für ZEISS bereits rund 200 IT-Spezialisten der Unternehmensbereiche Medical Technology und Microscopy in München. Der Hauptsitz von ZEISS im ostwürttembergischen Oberkochen ist innerhalb von weniger als zwei Stunden erreichbar.

Matthias Gohl leitete seit 2014 die Konzernfunktion Corporate Strategic Development der ZEISS Gruppe. In dieser Funktion hat er unter anderem die Konzerninitiative „Winning in the Digital World“ maßgeblich mitgestaltet. Seine berufliche Karriere begann er 2004 erst beim Auswärtigen Amt und war dann bei der Internationalen Atomenergieorganisation tätig. Ab 2005 arbeitete er als Referent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In 2007 wechselte er zur Unternehmensberatung McKinsey. Zuletzt in der Position eines Associate Principal beriet er dort vor allem Energieversorgungs- und Maschinenbauunternehmen insbesondere in Strategieprojekten für internationales Wachstum Sales-Exzellenz und Transformations-Projekten. Matthias Gohl hat Physik an der Universität Gießen und der University of Washington studiert.

Digitale Transformation: Mittelstand setzt auf langfristige Lösungen

Digitale Transformation – 63 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (Small and Medium Enterprises; SMEs) in Deutschland haben die digitale Transformation angestoßen und modernisieren ihre Geschäftprozesse.

(upmann.digital) Die Investitionsbereitschaft steigt, je einfacher sich neue Technologien implementieren lassen. So das Ergebnis einer neuen internationalen IDC-Studie, die im Auftrag von SAP den Stand der Digitalisierung beí mittelständischen Unternehmen untersucht hat. Insgesamt nahmen in Deutschland 300 Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern teil*.

Digitale Transformation

Die Studie zeigt auch, dass der deutsche Mittelstand derzeit überwiegend noch nicht bereit ist, zusätzliche Mittel für die digitale Transformation in die Hand zu nehmen: Mehr als die Häfte (51%) der SMEs in Deutschland hat entweder kein zusätzliches Budget zur Implementierung digitaler Technologien zur Verfügung oder stellt kein zusätzliches Personal ein. Dies lässt den Schluss zu, dass die Relevanz und Notwendigkeit zusätzlicher Investionen in IT-Projekte hierzulande immer noch nicht gesehen wird.

Bei der Einführung neuer Technologien achtet der Mittelstand in Deutschland vor allem auf einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb. Dafür nehmen Unternehmen verspätete Vorteile in Kauf: Nur ein Drittel der Entscheidungsträger sieht in kurzfristig verbesserten Prozessen den Hauptaspekt bei der Investition in neue Technologien. Etwa die Hälfte der SMEs in Deutschland bevorzugt eine schrittweise, aber möglichst einfache Implementierung neuer Lösungen. Im Vergleich dazu setzen nur zehn Prozent der SMEs auf umfangreichere Projekte mit schnellen Prozessverbesserungen. Zwei Fünftel favorisieren einen Mix aus kurz- und langfristigen Lösungen.

“Die Studie zeigt, dass der deutsche Mittelstand nach neuen Lösungen sucht, mit denen sich der digitale Wandel weiter vorantreiben lässt. Die Unternehmen setzen dabei auf sehr durchdachte Lösungsmodelle, die eher langfristige und nachhaltige Effekte erzielen. Wer heute einen Wettbewerbsvorteil erkämpfen will, muss in die existierende IT-Infrastruktur investieren. Nur so bleiben Mittelständler konkurrenzfähig zu großen Konzernen“, sagt Jochen Wießler, Leiter Geschäftsbereich Mittelstand und Partner bei SAP Deutschland.

Weitere Ergebnisse:

  • SMEs in Deutschland sehen die Cloud weiter skeptisch, nur ein Drittel nutzt IaaS- oder SaaS-Lösungen. Ein Drittel der befragten deutschen SMEs bevorzugt immer noch On-Premise-Lösungen. Ein Fünftel möchte weder On-Premise- noch Public-Cloud-Lösungen nutzen. Dabei haben die Unternehmen vor allem Bedenken bei den Themen Datensicherheit und Zuverlässigkeit öffentlicher Cloud-Angebote, etwa in puncto Erreichbarkeit und Datensicherung.
  • Etwa die Hälfte der SMEs verspricht sich von der Digitalisierung als Haupteffekt eine höhere interne Effizienz. Als weitere Vorteile wurden eine höhere Konkurrenzfähigkeit in internationalen Märkten und der verbesserte Zugang zu Informationen für Mitarbeiter genannt.
  • Die Mehrheit der befragten deutschen Unternehmen (53,7%) setzt im ersten Schritt auf Kollaborationssoftware und -lösungen. Ein Fünftel nutzt vor allem Softwarelösungen für HR, etwa ein Drittel für CRM oder ERP.
  • Für die nächsten 12 Monate sehen die Hälfte der SMEs die Kundenakquise als wichtigstes Ziel. Etwa zwei Fünftel der SME haben Umsatzsteigerung, und ein Drittel bessere Effizienz und Produktivität als höchste Priorität.

* Die Ergebnisse sind Teil der IDC SMB Digital Transformation Survey, die im Oktober 2016 im Auftrag von SAP durchgeführt wurde. In neun Ländern wurden 3,900 Entscheidungsträger aus dem Mittelstand in unterschiedlichen Branchen, unter anderem Produktion, Handel, Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen befragt.

Digitalisierung – Prognosen für die IT-Branche 2020

Digitalisierung- Die International Data Corporation (IDC) hat ihre Prognosen für die ITK-Branche für das Jahr 2017 und darüber hinaus bekannt gegeben.

(upmann.digital) Die Vorhersagen wurden in einem neuen IDC FutureScape-Bericht veröffentlicht. Zudem präsentierte Chief Analyst Frank Gens die Prognosen im Rahmen einer Web-Konferenz. Der Bericht und die Aufzeichnung der Web-Konferenz werden auf www.idc.com/events/futurescapes zum Download bereitgestellt. Digitalisierung – IDC hat über fast ein Jahrzehnt die Entwicklung der Dritten Plattform, die auf Cloud, Mobile, Big Data/Analytics und Social-Media-Technologien basiert, dokumentiert und begleitet. Die Einführung dieser Technologien hat in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen, die Unternehmen nehmen die Dritte Plattform an und durchlaufen auf breiter Front eine digitale Transformation (DX). IDC erwartet, dass diese digitale Transformation innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre ein makroökonomisches Niveau erreichen wird. Die Art, wie Unternehmen arbeiten und die Weltwirtschaft werden sich damit verändern. Das ist der Beginn der „DX Economy“.

Digitalisierung –  „Wir stehen am einem Wendepunkt“, so Frank Gens, Senior Vice President und Chief Analyst von IDC. „Die Anstrengungen im Bereich der digitalen Transformation verändern ihre Qualität. Aus Projekten oder Initiativen wird eine strategische Notwendigkeit für das Business. Jedes Unternehmen, das wachsen will, muss unabhängig von Alter oder Branche zum ‚Digital Native‘ werden. Und das in der Art, wie Führungskräfte und Mitarbeiter denken; bei der Frage, was produziert wird und wie das Unternehmen funktionieren. Digitalisierung – Zugleich werden die Technologien der Dritten Plattform viel schneller als allgemein erwartet von den Unternehmen übernommen, auch die digitale Transformation schreitet schneller voran als angenommen. Die frühen Wettbewerbsvorteile können von denjenigen Unternehmen realisiert werden, die mit der aufkommenden DX-Economy Schritt halten.“

Digitalisierung

Ein genauerer Blick auf die Top 10 der IDC-Prognosen für die IT-Branche weltweit bringt folgende Ergebnisse:

  1. Bis 2020 wird bei der Hälfte der Global-2000-Unternehmen der größte Teil des Geschäfts davon abhängen, ob sie digital erweiterte Produkte, Service und Erfahrungen schaffen können. Bei den Branchenführern entfällt das schnellste Umsatzwachstum auf Produkte und Services, die auf Informationen basieren. Um die Entwicklung dieser Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen, werden die weltweiten Investitionen in DX-Initiativen bis 2019 auf 2,2 Billionen US-Dollar steigen. Das entspricht einem Zuwachs von fast 60 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016.
  2. Bis 2019 werden die Technologien und Services der Dritten Plattform fast 75 Prozent der IT-Ausgaben auf sich vereinen und damit doppelt so schnell wachsen wie der IT-Gesamtmarkt. Im Vergleich zur Prognose aus dem vergangenen Jahr stellt dieses eine signifikante Steigerung dar. 2015 erwartete IDC, dass die Technologien der Dritten Plattform bis zum Jahr 2020 für über 60 Prozent der IT-Ausgaben verantwortlich zeichnen. Die Investitionen werden durch die weitere Evolution der Kerntechnologien der Dritten Plattform befeuert sowie von der schnellen Akzeptanz der Innovationsbeschleuniger wie etwa kognitive Systeme, künstliche Intelligenz (KI), Augumented Reality/Virtual Reality (AR/VR) und Security der nächsten Generation.
  3. Bis 2020 werden 67 Prozent der Aufwendungen für IT-Infrastruktur und Software in Cloud-basierende Angebote gehen. Die heutige „Cloud First“-Strategie ist dabei, sich hin zu einer „Cloud Only“-Strategie zu entwickeln. Hinter diesem Wandel steht, dass fast jedes Unternehmen durch innovative Services zum Cloud-Service-Provider für den eigenen Markt wird. Die Cloud-Fähigkeit ist damit nicht länger ein reines IT-Thema mehr, sondern ein wesentliches Element der Business Operations. Eine ebenso wichtige Rolle dabei spielt die Veränderung der Cloud. Sie wird verteilter, vertrauenswürdiger, intelligenter, branchenorientierter, vermehrt durch den Channel vertrieben und unterstützt sowie konzentrierter. Bis 2020 werden die Top 5 der Iaas/PaaS-Anbieter mindestens 75 Prozent Marktanteil auf sich vereinen.
  4. Bis 2019 werden 40 Prozent aller Initiativen im Bereich digitale Transformation und 100 Prozent aller effektiven IoT-Engagements durch kognitive Systeme und KI unterstützt. Die Datenflut, die durch IoT-Geräte und DX-Initiativen erzeugt wird, hat ohne KI-Technologien nur eingeschränkten Nutzen. Durch den Einsatz von KI erst könnten wichtige Erkenntnisse aus diesen Daten gewonnen werden. Bis 2018 werden 75 Prozent der Entwickler-Teams kognitive Funktionen und KI in einer oder mehreren Anwendungen nutzen. Mit der zunehmenden Verbreitung dieser Technologien in der Entwicklung stehen die Fahnen auf Sturm: Im „Krieg der KI-Plattformen“ kämpfen die konkurrierenden Cloud-Megaplattformen – darunter Amazon, Google, IBM und Microsoft – um die Gunst der Entwickler.
  5. Bis 2017 werden 30 Prozent der Consumer-fokussierten Global-2000-Unternehmen im Rahmen ihres Marketings mit AR/VR experimentieren. Benutzerschnittstellen sind ein essentielles Mittel zu Kundenakquise und -bindung. Sie entwickeln sich deutlich schneller weiter als von Vielen erwartet. IDC geht davon aus, dass AR/VR bis 2021 in der Fläche angekommen ist. Dann werden über eine Milliarde Menschen weltweit regelmäßig auf Apps, Inhalte und Daten mittels AR/VR zugreifen.
  6. Bis 2018 wird sich die Zahl der Industry Collaborative Clouds (ICC) auf über 450 verdreifachen.Bis 2020 werden über 80 Prozent der Global-500-Unternehmen über ICCs zu Digital Service Suppliern. ICCs sind Cloud-basierende Plattformen, bei denen verschiedene Unternehmen einer Branche in irgendeiner Form für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten, etwa für bessere Brancheneinblicke und/oder mehr Leistungsvermögen. IDC erwartet, dass diese „Industrie-Treffpunkte“ in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen werden. Die Zahl der ICCs mit Fokus auf Information und Daten wird sich von 50 im Jahr 2016 auf über 150 bis Ende 2018 verdreifachen.
  7. Bis Ende 2017 werden über 70 Prozent der Global-500-Unternehmen über dedizierte Teams zur digitalen Transformation beziehungsweise Innovation verfügen. Um den Herausforderungen der DX-Economy zu begegnen, werden die Unternehmen ihre Entwicklerteams noch schneller aufstocken. Das Ziel sollte eine Verdoppelung oder Verdreifachung des Personals bis 2018 sein. Parallel dazu wird sich der Trend zu Software-basierenden Innovationen verstärken. Unternehmen, die DevOps und unterstützende Technologien nutzen, werden die Zahl der jährlichen Releases bei Anwendungs-Code um 50 Prozent steigern. Daraus folgen signifikant bessere Möglichkeiten, den Wert von Software über „Dinge“ und Dienstleistungen zu monetarisieren.
  8. Bis 2020 wird über 70 Prozent des Umsatzes der Cloud Service Provider von Channel-Partnern oder Maklern vermittelt. Mit der steigenden Komplexität des Einsatzes der Cloud in den Unternehmen werden die traditionellen Channel-Partner sowie eine neue Generation von Cloud-fähigen Channel-Partnern die Unterstützung liefern, die bei der immer größeren Diversität an Cloud-Usern und Einsatzszenarien notwendig ist. IDC erwartet, dass die großen Channel-Partner bis 2018 mindestens ein Drittel ihrer Geschäfte von Hardware auf Cloud-Services und Makler-Dienste verlagert haben.
  9. Bis 2020 werden alle Leistungsparameter eines Unternehmens mit Hilfe anspruchsvoller, DX-basierender neuer Benchmarks erfasst. Diese erfordern eine um 20 bis 100 oder mehr Prozent bessere Business-Performance. Digitalisierung – Um im Wettbewerb zu bestehen und erfolgreich zu sein, müssen die Unternehmen wie Digital Natives denken und handeln. CEOs benötigen dringend technologische Führungserfahrung. Wachstum wird aus (digitalen) informationsbasierenden Produkten entstehen. Sowohl die Kundenbindung als auch die operative Effizienz müssen sich drastisch verbessern.Digitalisierung – Es überrascht daher nicht, dass IDC bei einem Drittel der Top-20-Unternehmen aller Branchen davon ausgeht, dass diese die neuen Benchmarks nicht erfolgreich meistern. Ein verschärfter Wettbewerb und Marktverwerfungen können die Folge sein.
  10. Bis 2020 werden ein Drittel der Unternehmen im Bereich Gesundheitswesen, Life Science und Consumer-Produkte damit beginnen, die erste Welle von Produkten und Services zu entwickeln, die die Technologien der Dritten Plattform eng mit dem menschlichen Körper zu verbinden. Die „Augumented Humanity“-Angebote werden bis Mitte der 2020er-Jahre im Mainstream ankommen. Die Integration digitaler Technologien in das menschliche Biosystem tritt ebenso wie der Einsatz digitaler Technologien bei der Konstruktion biologischer Systeme auf Zellebene und darunter in eine frühe Entwicklungsphase. Die kommenden vier Jahre werden die Proto-Phase mit Machbarkeitsstudien und Prototyen. Die ersten Amazons, Googles und Facebooks dieser neuen Ära könnten bereits entstehen.

Die IDC-Prognose für den globalen ITK-Markt in vollem Umfang finden Sie im Bericht IDC FutureScape: Dawn of the DX Economy and the Digital-Native Enterprise.

Digitale Industrie – Siemens will Mentor Graphics übernehmen

Digitale Industrie – Siemens treibt die Umsetzung seiner Vision 2020 weiter voran, indem es sein industrielles Digital Enterprise weiter entwickelt und sein einzigartiges Portfolio für Industriesoftware erweitert.
(upmann.digital) Siemens und Mentor Graphics (NASDAQ: MENT) („Mentor“) haben heute eine Vereinbarung zur Übernahme von Mentor durch Siemens für 37,25 $ je Aktie in bar unterzeichnet. Dies entspricht einem Enterprise Value von 4,5 Milliarden $. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 21 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 11. November 2016, dem letzten Handelstag vor der Ankündigung. Das Board of Directors von Mentor unterstützt das Übernahmeangebot von Siemens und empfiehlt, dass die Aktionäre die Vereinbarung genehmigen und annehmen. Elliott Management, Aktionär von Mentor, hat sich verpflichtet, die Transaktion zu unterstützen.

Digitale Industrie

Digitale Industrie – Die Übernahme erweitert das führende Digital Enterprise Portfolio von Siemens entscheidend um Mentors etablierte Lösungen für elektronisches IC und Systemdesign, Simulation und Herstellungslösungen. Diese Fähigkeiten werden heute für vernetzte Smart-Produkte wie etwa autonome Fahrzeuge benötigt. Die Kombination von Siemens und Mentor ermöglicht Entwicklungstools für Mechanik, Thermik, Elektrik/Elektronik sowie Embedded-Software, mit denen Kunden von Siemens ihre Innovationsgeschwindigkeit erhöhen, die Effizienz in der Produktion steigern und den Einsatz ihrer Produkte in der Praxis optimieren können. Erstmalig können so Qualität, Effizienz, Flexibilität, Sicherheit und Geschwindigkeit über alle technischen Disziplinen sowie den ganzen Lebenszyklus eines Produkts hinweg umfassend verbessert und das Digital Enterprise weiter vorangetrieben werden.

„Siemens übernimmt Mentor als Teil des Vision 2020-Konzepts und ist damit Benchmark für das neue industrielle Zeitalter. Mentor passt perfekt, um unsere Position in der digitale Führerschaft auszubauen und das Tempo in der Industrie vorzugeben“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

Digitale Industrie -„Mit Mentor übernehmen wir einen etablierten Technologieführer mit talentierten Mitarbeitern, der unser Weltklasse-Softwareportfolio ergänzen wird. Mentor komplementiert unser starkes Angebot bei Mechanik und Software mit dem Design, Test und der Simulation von elektrischen und elektronischen Systemen“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstand von Siemens.

Mentor hat seinen Sitz in Wilsonville, Oregon, USA, und hat Mitarbeiter in 32 Ländern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016, das zum 31. Januar 2016 endet, erzielte Mentor einen Umsatz von ca. 1,2 Milliarden $ und eine bereinigte Marge von 20,2 Prozent. Siemens erwartet, dass diese attraktiven Margen auch in der Zukunft anhalten werden. Mentor wird damit wesentlich zum Geschäft mit Product Lifecycle Management (PLM) Software in der Siemens Division Digital Factory beitragen, in die das Unternehmen integriert werden soll. Mentor verfügt über eine große und diversifizierte Kundenbasis von entscheidenden System- und Halbleiteranbietern mit über 14.000 weltweiten Kunden im Bereich Kommunikation, Computer, Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Netzwerke und Luft- und Raumfahrt, Multimedia sowie Transportindustrie. Mentor gilt als globaler Marktführer in strategischen Industriesegmenten wie IC-Design, Test und Fertigung, Entwurf und Analyse von elektronischen Systemen und Emerging Markets einschließlich der Automobilelektronik.

„Durch die Kombination von Mentors Technologieführerschaft und der engen Kundenbeziehungen mit dem globalen Know-how und Ressourcen von Siemens können wir den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden besser gerecht werden und unseren Mitarbeitern zusätzliche Chancen eröffnen“, sagt Walden C. Rhines, Chairman und CEO von Mentor . „Siemens ist ein idealer Partner mit finanzieller Kraft und Stabilität. Siemens Ressourcen und zusätzliche Investitionen werden es uns ermöglichen, Neuerungen noch schneller einzuführen und unsere Vision zu beschleunigen, die Entwicklung von kompletten automatisierten Designlösungen für elektronische Systeme zu schaffen. Wir freuen uns, künftig Teil der Siemens-Familie zu sein, denn es ist klar, dass sie die gleichen Werte teilen und sich auf den Kundenerfolg konzentrieren. Wir freuen uns auch, dass die Transaktion unseren Aktionären einen sofortigen und bestimmten Wert bietet.“

Siemens rechnet damit, Synergien beim EBIT von 100 Millionen € im vierten Jahr nach Abschluss der Transaktion aus einer Kombination von Umsatzwachstum und erwarteter Margenverbesserung zu erzielen. Darüber hinaus soll zum Ergebnis je Aktie bei Siemens die Übernahme im dritten Jahr nach dem Abschluss beitragen. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den üblichen Bedingungen und wird für das zweite Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet.

Mentor wird in das PLM-Softwaregeschäft der Siemens-Division Digital Factory integriert. Digital Factory ist der Marktführer bei der Automatisierungstechnik und ein führender Anbieter bei PLM-Software.

„Mit den elektronischen Designautomatisierungs-Lösungen von Mentor und den Experten von Mentor in unserem Team stärken wir unsere Kernkompetenzen für das Design von Produkten – und sind so in der Lage, einen präzisen Digitalen Zwilling von jedem Smart-Produkt und jeder Produktionslinie zu erzeugen“, sagte Helmrich weiter.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter effizienter Energieerzeugungs- und Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2016, das am 30. September 2016 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 79,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,6 Milliarden Euro. Ende September 2016 hatte das Unternehmen weltweit rund 351.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

Mentor Graphics Corporation ist ein weltweit führender Anbieter von elektronischen Hardware- und Software-Designlösungen, der Produkte, Beratungsleistungen sowie prämierte Unterstützung für die weltweit erfolgreichsten Elektronik-, Halbleiter- und Systemhersteller anbietet. Das 1981 gegründete Unternehmen erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 1,18 Milliarden $. Die Firmenzentrale befindet sich in 8005 S.W. Boeckman Road, Wilsonville, Oregon 97070-7777. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:http://www.mentor.com

(Mentor Graphics, Mentor, Caliber, Capital, PADS, MicReD und Veloce sind eingetragene Warenzeichen und Tanner ist ein Warenzeichen der Mentor Graphics Corporation. Alle anderen Firmen- und / oder Produktnamen sind Warenzeichen und / oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.)

Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen – insbesondere im Abschnitt Risiken des Jahresberichts – beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

IMPORTANT INFORMATION ABOUT THE MENTOR TRANSACTION
Mentor will file with the Securities and Exchange Commission („SEC“) a Current Report on Form 8-K, which will contain, among other things, a copy of the merger agreement. In connection with the proposed merger, Mentor will prepare a proxy statement to be filed with the SEC that will provide additional important information concerning the proposed merger. When completed, a definitive proxy statement will be mailed to the stockholders of Mentor. Mentor and its respective directors, officers and employees and Siemens and its managing board, officers and employees may be deemed, under SEC rules, to be participants in the solicitation of proxies from Mentor stockholders in connection with the proposed merger. Mentor stockholders may obtain more detailed information regarding such persons by reading the proxy statement and other relevant materials filed with the SEC and, with respect to Siemens, certain relevant materials prepared in accordance with the German Commercial Code. MENTOR STOCKHOLDERS ARE STRONGLY ADVISED TO READ ALL RELEVANT DOCUMENTS FILED WITH THE SEC, INCLUDING MENTOR’S PROXY STATEMENT, BECAUSE THEY WILL CONTAIN IMPORTANT INFORMATION ABOUT THE PROPOSED TRANSACTION. Mentor’s stockholders will be able to obtain, without charge, a copy of the proxy statement (when available) and other relevant documents filed with the SEC from the SEC’s website at www.sec.gov. Mentor’s stockholders will also be able to obtain, without charge, a copy of the proxy statement and other documents relating to the proposed merger (when available) at www.mentor.com.

Digital-Studie: Mobile Dienste als digitaler Geschäftsturbo

Digital-Studie – Ob Bank oder Maschinenbauer: Entscheider in Deutschland fühlen sich weitgehend noch zu sicher vor Wettbewerbern mit neuen digitalen Konzepten. In neun von zehn Unternehmen bleiben die Erlösmodelle dieselben wie bislang. Das zeigt die Studie „Digitalisierung – Der Realitäts-Check“ der Managementberatung Horváth & Partners. Forsa hat für die Studie 200 Unternehmensentscheider aus unterschiedlichen Branchen zu den bisherigen Erfahrungen und Erkenntnissen aus der digitalen Transformation befragt. In vier von fünf der deutschen Unternehmen hat die Digitalisierung inzwischen starken Einzug gehalten. Auch die traditionsreichen, handfesten Industriezweige nutzen digitale Technologien, um Herstellungsprozesse und die Zusammenarbeit mit Lieferanten effizienter zu gestalten. Nur eine Minderheit nutzt derzeit die Digitalisierung, um ihre Geschäftsmodelle radikal auf den Prüfstand zu stellen und weiterzuentwickeln.

Digitale Evolution statt Revolution
Branchenübergreifend ist damit eher ein defensives Herantasten statt eine digitaler Revolution zu erkennen. Digitale Disziplinen wie Virtual Reality, Data Analytics und Mobile Apps dienen mehr als Werkzeuge, um die klassischen Produkte zu verkaufen, und weniger als Auslöser, um völlig neuartige Produkte oder Dienstleistungen aufzubauen. Die Digitalisierung beeinflusst somit mehr die Art und Weise „wie“ Unternehmen Geschäfte machen und nicht so sehr „womit“.

Digital-Studie

„Man sieht deutlich: Entscheider hierzulande denken immer noch, es reicht, die bisherigen Leistungen zu digitalisieren. Deutsche Telekommunikationsunternehmen zum Beispiel bleiben ihren Ertragsquellen wie Netzdienstleistungen treu, anstatt sich komplett neu zu erfinden“, sagt Dr. Michael Kieninger, Sprecher des Vorstands von Horváth & Partners. „Viele wiegen sich dadurch zu sehr in Sicherheit und sind nicht immer auf Angriffe von radikalen, disruptiven Wettbewerbern eingerichtet“, so Kieninger.

Mobile Dienste als digitaler Geschäftsturbo Nummer eins
Den größten Einfluss auf das bestehende Geschäftsmodell haben mobile Lösungen, so die Befragung. 77 Prozent der Unternehmen haben inzwischen mobile Digitallösungen in ihre Leistungen integriert oder verbessern durch ortsunabhängige Technik die Effizienz in der Produktion. Für jedes zweite Unternehmen sind es die Erkenntnisse aus Big Data und Smart Data, die zu neuen Ideen für das eigene Geschäft und zu einem besseren Verständnis der Kunden führen. Eine geringere Rolle für die Wirtschaft in Deutschland spielt derzeit noch das Thema Mass Customization. Nur jedes vierte Unternehmen sieht in der industriellen Maßfertigung nach dem Vorbild von MyMuesli und Dell einen Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell.

Über die Studie:
Für die Studie „Digitalisierung – Der Realitäts-Check“ wurden im Auftrag von Horváth & Partners rund 200 Unternehmensentscheider aus unterschiedlichen Branchen befragt. Das Marktforschungsinstitut Forsa führte im Zeitraum April bis Mai 2016 Telefoninterviews mit den Entscheidern durch. Die Teilnehmer der Studie stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und mit einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro. Es handelt sich um Unternehmen der Branchen Automotive, Chemicals, Consumer Goods, Financial Industries, Industrial Goods & High Tech, Oil, Pharmaceuticals, Retail, Telecom, Transportation.

Der Studienbericht kann gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro über die Website www.horvath-partners.com/digitalisierungsstudie bestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Detailseite zur Studie.

 

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Digitale Transformation – Telekom holt Innovationsexperten in Geschäftsleitung der Detecon

 

Digitale Transformation –  Dr. Heinrich Arnold (45) übernimmt bei der Managementberatung Detecon International, der konzerneigenen Unternehmensberatung der Telekom, die neu geschaffene Rolle des Chief Executive Detecon Digital und steuert damit die Beratungsaktivitäten zu digitalen Geschäftsmodellen, Industrie 4.0 und Digital Reengineering. Arnold soll in seiner neuen Rolle auch über Konzerneinheiten der Telekom hinweg die Kompetenzen für Innovation und Digitalisierung weiter bündeln und stärken. Er verantwortet zudem das konzernexterne Beratungsgeschäft der Detecon in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Digitale Transformation Dr. Heinrich Arnold
Digitale Transformation | Dr. Heinrich Arnold

„Mit Cloud-Technologie und Netzen, die von Software gesteuert werden (Software Defined Networks), steht eine zweite Welle der Digitalisierung bevor, die auch Produktionsstätten und Maschinen mit internationaler Konnektivität ausstattet“, betont Heinrich Arnold. „Die Chancen dieser Infrastruktur müssen wir alle, ob als Anbieter oder Anwender, noch konsequenter nutzen!“

„Mit Heinrich Arnold haben wir für Detecon eine Führungskraft mit beachtlicher Erfahrung in der Digitalwirtschaft gewonnen. Er wird die Positionierung von Detecon als Speerspitze für das Digitalisierungsgeschäft der Deutschen Telekom und T-Systems weiter vorantreiben“, sagt Christian Till Roga, Aufsichtsratsvorsitzender

der Detecon. „Heinrich Arnold verfügt über ein international starkes Netzwerk und ist sowohl mit den Herausforderungen von Großunternehmen als auch der Agilität von Start-ups gut vertraut. Gerade für Kunden, die vor dem Transfer von Ideen in operative Abläufe stehen, ist dies von großem Vorteil.“

„Als Digitalberatung der Deutschen Telekom ist Detecon ein wichtiger Ansprech- partner, um die kommenden Herausforderungen für Unternehmenskunden zu lösen“, erklärt Heinrich Arnold. „Die Unternehmen müssen Digitalstrategien finden, Prototypen und Produkte testen, Innovationskulturen erzeugen, Trends und Technologien bewerten, Kernprozesse ändern, aber auch Partnerschaften eingehen und Qualifikationen entwickeln. Zusammen mit dem exzellenten Team der Detecon will ich Klienten davon überzeugen, sich noch mutiger den Herausforderungen der digitalen Transformation zu stellen.“

Bei der Deutschen Telekom AG leitete Heinrich Arnold bisher die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) mit Standorten in Deutschland, Israel und dem Silicon Valley. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche Produkt- und Infrastrukturinnovationen, unter anderem „Immmr“, das erste Konzept für eine geräte- und netzwerkunab- hängige Mobilfunknummer. Ebenso wurden viele internationale Tochterunternehmen und Spin-Offs wie etwa Zimory und Motionlogic gegründet. Arnold wird aktuell weiterhin als geschäftsführender Beiratsvorsitzender die Telekom Innovation Laboratories koordinieren.

Heinrich Arnold hat seine Karriere bei Mercer Management Consulting (jetzt Oliver Wyman) begonnen und eines der ersten deutsch-chinesischen Biotechunternehmen mitbegründet. Er ist Absolvent der renommierten Stanford University, studierte Technische Physik an der TU München und erwarb den Master of Business Research an der LMU München sowie am MIT, Cambridge, Massachusetts. Er ist Vorstand im Münchner Kreis, Kurator bei Fraunhofer und Max-Planck-Gesellschaften und vertritt die Telekom unter anderem im Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0.

Bitkom bringt Digital-Knowhow zum Mittelstand

Bitkom – Was bringt Big Data meinem Unternehmen? Wie kann ich digitale Plattformen für meinen Betrieb nutzen? Und wie mache ich meine Mitarbeiter fit für digitale Technologie? Solche und etliche weitere Fragen rund um die Digitale Transformation stellen sich aktuell viele Mittelständler – der Digitalverband Bitkom beantwortet sie auf der Mittelstands-Tour, die im Oktober in Saarbrücken startet und bis zum Sommer 2017 in insgesamt zehn Städten Station macht. „Wir wollen mit dieser Initiative das Innovationspotenzial der Digitalen Transformation stärker in den deutschen Mittelstand tragen und Lust auf Digitalisierung machen“, kündigte Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz heute bei der Eröffnung der Messe IT & Business in Stuttgart an. „Wir geben einen Überblick über die globalen Veränderungen durch die Digitalisierung. Im Mittelpunkt stehen aber konkrete Handlungsempfehlungen für das eigene Unternehmen, um ganz praktisch beim Gelingen der Digitalen Transformation zu unterstützen.“ Nach kurzen Impulsvorträgen tauschen sich Geschäftsführer und Führungskräfte aus mittelständischen Unternehmen in kleiner Runde in Workshops mit Digitalexperten und anderen Unternehmern aus der jeweiligen Region über ihre persönlichen Fragen und Ideen aus. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 60 bis 80 begrenzt. Unterstützt wird die Mittelstands-Tour von Microsoft, Salesforce, Scheer sowie TA Triumph-Adler, die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) vor Ort statt.

bitkom

Der Startschuss für die Mittelstands-Tour fällt am 31. Oktober in Saarbrücken, der Gastgeberstadt des diesjährigen IT-Gipfels der Bundesregierung. Unter anderem wird die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer beim Auftakt dabei sein. Danach folgen bis zum Sommer 2017 Veranstaltungen in neun weiteren Städten. „Ich hoffe, dass viele Unternehmer, die die Veränderungen durch die Digitalisierung derzeit noch skeptisch oder ablehnend sehen, die Gelegenheit zur Information und zum Austausch nutzen“, so Dietz. „Es geht längst nicht mehr nur darum, das Internet als Kommunikationskanal einzusetzen, sondern mit seiner Hilfe völlig neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.“ Aktuell sehen nach einer Bitkom-Umfrage 72 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland die Digitalisierung als zentrale Herausforderung für ihr Unternehmen. Doch haben 55 Prozent keine zentrale Digitalisierungsstrategie.

Termine und Orte der Mittelstand-Tour 2016/2017:

■   31. Oktober: Saarbrücken

■   09. Dezember: Stuttgart (angefragt)

■   12. Januar: Bremen

■   01. Februar: Nürnberg

■   09. Februar: Köln

■   21. Februar: Hamburg

■   14. März: Kassel

■   06. April: Dortmund

■   04. Mai: Chemnitz

■   Finale: Berlin

Alle Informationen zur Roadshow und zur kostenlosen Anmeldung online unter: www.mittelstand-tour.de.

Digitale Transformation revolutioniert Automobilindustrie

Digitale Transformation bietet dem World Economics Forum zufolge in den kommenden zehn Jahren industrieübergreifend ein Wertschöpfungspotenzial von über 100 Billionen US-Dollar. In einem aktuellen Report zur Zukunft des Automobils zeigt Microsoft, wie speziell der Automobilsektor vom Einsatz digitaler Techniken profitieren kann. Der Report zeigt, dass sich durch den Einsatz moderner Technologien der Wert der gesamten Automobilindustrie bis 2025 auf voraussichtlich 670 Milliarden US-Dollar erhöhen lässt. Doch auch die Autofahrer gewinnen durch die digitale Transformation: Dank neuartiger Assistenzsysteme und das autonome Fahren können im gleichen Zeitraum über eine Million Leben gerettet werden.

Digitale Transformation

Technologien werden die Art, wie Autos produziert, verkauft und genutzt werden, komplett verändern, heißt es in dem Report. Verändern wird sich auch das Auto an sich: Es ist nicht länger nur ein Transportmittel, um von A nach B zu kommen, sondern wird zu einem mobilen Endgerät und Schnittstelle des digitalen Lebens. Neue Unterhaltungs- und Vernetzungslösungen sowie neue digitale Vertriebswege und ein vorausschauendes Servicemanagement werden den Automobilsektor von der Produktion über den Handel bis zum Service revolutionieren.

Allianzen rund um das Connected Car der Zukunft
Microsoft und die französisch-japanische Renault-Nissan-Allianz haben auf der Ignite 2016 eine Partnerschaft bekanntgegeben. Im Rahmen der weltweit und über mehrere Jahre gültigen Vereinbarung wollen beide Unternehmen auf der Basis von Microsoft Azure gemeinsam die Technologien und Services rund um „Connected Car“ weiterentwickeln, darunter zum Beispiel verbesserte Navigationsanwendungen, Tools für das Überwachen und für die vorausschauende Wartung von Fahrzeugen sowie laufende Updates der Systeme.

Weitere Kooperationen:

  • “Office in the Car“: Daimler macht seine Fahrzeuge mit Microsoft Office 365 zum rollenden Büro.
  • BMW nutzt für seinen digitalen Assistenten „BMW Connect“ Microsoft Azure, um eine individuelle Mobilitäts- und Produktivitätslösung anzubieten zu können.
  • Die VW-Tochter IAV, ein führender Engineering-Partner der Automobilindustrie, verwendet Windows 10 Continuum für die direkte Übertragung von Daten, Diensten und Apps an Fahrzeuge sowie Azure IoT Suite und Cortana Intelligence Suite, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
  • Volvo Cars und Microsoft schaffen durch die Integration von verschiedenen Geräten und der App „Volvo on Call“ neue Wege für die Interaktion zwischen Fahrzeug und Fahrer.

Porsche startet Digital Lab in Berlin

Porsche geht den nächsten Schritt in Richtung digitale Transformation. In Berlin eröffnete der Stuttgarter Sportwagenhersteller jetzt das Porsche Digital Lab. Dort werden innovative Informationstechnologien identifiziert und erprobt. Das Lab bildet eine Plattform für die Kooperation mit Technologie-Unternehmen, Start-ups und Wissenschaft. Partner ist die Porsche-Tochterfirma MHP – das Ludwigsburger Unternehmen gehört in der Automobilindustrie zu den führenden Management- und IT-Beratungen weltweit.  Porsche„Hintergrund unserer Initiative ist der tiefgreifende Wandel der Branche. Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche des Unternehmens – interne Prozesse, die Kundeninteraktion sowie unsere Produkte und Services. Die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge sowie veränderte Mobilitätskonzepte führen zu einem massiven Umbruch in der Automobilindustrie und rufen neue Wettbewerber auf den Plan. In diesem Umfeld will sich Porsche zur innovativsten Marke für exklusive und sportliche Mobilität entwickeln“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT. Im Porsche Digital Lab im Berliner Stadtteil Friedrichshain beschäftigen sich mehrere Teams von Porsche und MHP mit der Frage, wie Innovationen aus den Bereichen Big Data & Machine Learning, Micro Services & Cloud Technologien sowie Industrie 4.0 & Internet of Things in die Praxis von Porsche übertragen werden können. Die Aufgaben reichen von Trend Scouting über die Ideenfindung bis hin zum Bau von IT-Prototypen und -Komponenten. Die Arbeit erfordert Kreativität und Kontakt zu innovativen Technologie-Unternehmen. Der Standort Berlin mit seiner florierenden Start-up-Szene bietet dafür die besten Voraussetzungen. „Das Porsche Digital Lab gibt uns die Möglichkeit, flexibel und schnell mit neuen Technologien zu experimentieren und IT-Innovationen in die Praxis zu überführen“, sagt Dr. Sven Lorenz, Leiter Porsche Informationssysteme.

Das Porsche Digital Lab folgt unmittelbar auf die Gründung der Porsche Digital GmbH in Ludwigsburg. Anders als das Digital Lab, das sich auf die Erprobung und den Einsatz digitaler Technologien im Unternehmen fokussiert, stehen bei der Porsche Digital GmbH Produkte und Services für den Kunden im Mittelpunkt. Vernetzte Mobilität, intuitive Bedienkonzepte und die Fahrzeugarchitektur von morgen sind wichtige Elemente eines digitalen Ökosystems, in dem sich eine Fülle neuer Dienste und Geschäftsmodelle entwickeln. Digital Lab und Digital GmbH arbeiten künftig Hand in Hand.

Europcar Gruppe investiert in Wanderio

Die Europcar Gruppe, Europas führende Autovermietung und einer der größten Akteure auf dem Mobilitätsmarkt, gibt heute eine Minderheitsbeteiligung an Wanderio über das Europcar Lab, der konzerneigenen Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft, bekannt. Wanderio ist eine multimodalen Such- und Vergleichsplattform. Diese Investition ist ein neuer Schritt der Entwicklung der Mobilitätsstrategie von Europcar: von der Autovermietung bis hin zur Entwicklung zukünftiger multimodaler Mobilitätslösungen. Wanderio ist ein italienisches Start-up-Unternehmen, das 2013 gegründet wurde. Sein Ziel ist es, den Kunden das Leben zu vereinfachen, indem ihnen auf einer Online-Plattform die beste Transportmöglichkeit zwischen zwei Orten angezeigt wird. Die zwei Hauptkriterien sind dabei der Preis und die Reisedauer. Kunden können auf der Plattform Reisen mit dem Flugzeug, Zug, Fernbussen, Flughafentransfers und jetzt auch Mietwagen vergleichen, buchen sowie bezahlen.

Digitalisierung

Mit mehr als einer Million geplanter Reisen bietet Wanderio aktuell Verbindungen zu über 700 Flughäfen und mehr als 4.000 Bahn- und Busbahnhöfen an. Durch die Investition von Europcar erhält Wanderio wertvolle Unterstützung, um seine Abdeckung und Präsenz in Europa zu stärken. Fabrizio Ruggiero, Head of Mobility und Mitglied des Vorstands der Europcar Gruppe, sagt: „Wir sind sehr glücklich über unseren Kapitaleinstieg mit einer Serie-A-Finanzierung bei Wanderio. Zum ersten Mal investiert das Europcar Lab in eine solche Gesellschaft, da wir ein großes Potenzial in ihrem Geschäftsmodel und in ihrem einzigartigen Vergleichsangebot für verschiedene Transportmöglichkeiten sehen.“ Matteo Colò, CEO von Wanderio, kommentiert: „Wir sind begeistert, die Europcar Gruppe als neuen strategischen Partner begrüßen zu dürfen. Dieses Investment ist eine wichtige Bestätigung unserer Vision und wird uns dabei helfen, das Wachstum von Wanderio in ganz Europa zu fördern, in neue Märkte zu expandieren und wertvolle Synergien zu entwickeln.“

 

 Über die Europcar Gruppe

Die Aktien von Europcar (EUCAR) sind an der Börse Euronext in Paris gelistet. Europcar ist die führende Autovermietung in Europa und einer der größten Anbieter auf dem Mobilitätsmarkt. Das Unternehmen ist in über 140 Ländern vertreten und stellt den Kunden mit eigenen Betrieben sowie Standorten, die von Franchisenehmern und Partnern geführt werden, eines der größten Netze von Mietwagenstationen bereit. Das Markenportfolio der Europcar Gruppe umfasst Europcar® und die Niedrigpreis-Marke InterRent®. Im Zentrum der Gruppe steht der Kunde, für dessen Zufriedenheit sich alle 6.000 Mitarbeiter des Unternehmens engagieren und der Impulse für die kontinuierliche Entwicklung neuer Services gibt. Das Europcar Lab wurde ins Leben gerufen, um die Mobilitätsbedürfnisse von morgen durch Innovationen und strategische Investments, wie Ubeeqo und E-Car Club, zu bedienen.

Digitales Lernen – Bestandteil betrieblicher Weiterbildung

Benchmark-Studie zeigt klare Tendenzen beim Digitalen Lernen in Deutschland und Europa. Die digitale Transformation gibt die Herausforderungen vor, denen sich Unternehmen weltweit stellen müssen. Immer mehr setzen auf Digitales Lernen als integralen Bestandteil betrieblicher Weiterbildung, um ihre Belegschaft darauf vorzubereiten. Das ist das Ergebnis einer neuen, europäischen Benchmark-Studie, die das europäische Marktforschungsinstitut Féfaur  für die Haufe Akademie und Crossknowlegde durchgeführt hat.

An der Studie nahmen insgesamt 114 Verantwortliche aus der Personalentwicklung sowie für Aus- und Weiterbildung aus den 1.000 größten Unternehmen Europas teil. Alle befragten Unternehmen setzen bereits E-Learning-Lösungen ein. Die Studie zielt auf eine Bestandsaufnahme des aktuellen Einsatzes digitaler Lernstrategien in Deutschland und Europa ab. Sie macht deutlich, inwieweit europäische Unternehmen bereits auf digitales Lernen setzen und welche Faktoren seinen Einsatz und Ausbau maßgeblich bestimmen.

Fast jedes zweite deutsche Unternehmen setzt auf digitales Lernen

Rund 46 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland haben dabei bereits einen beträchtlichen Reifegrad erreicht: Sie beschäftigen sich seit mehr als sechs Jahren mit Digitalem Lernen und haben weitere Investitionen für die nächsten Jahre geplant. Grund: Immer mehr Entscheider in deutschen Unternehmen erkennen, dass Weiterbildungsformate von Blended Learning über Communities of practice bis hin zu Social Learning ideale Möglichkeiten bieten, um Mitarbeiter aller Hierarchieebenen und Bereiche gut und effizient auf eine immer unsicherer und komplexer werdende Arbeitswelt vorzubereiten.

Digitales Lernen - upmann.digital

Motivierend, schnell und effektiv

Die Antworten der befragten Personal- und Weiterbildungsverantwortlichen spiegeln wieder, warum Unternehmen auf digitale Lösungen setzen. So lassen sich Lerner von Weiterbildungsangeboten motivieren, die sich in den Arbeitsalltag integrieren lassen und den schnellen Lerntransfer ermöglichen. Müssen viele Mitarbeiter geschult werden, wie zum Beispiel zu Themen wie Compliance und Arbeitssicherheit, ist dies schnell und kostengünstig möglich. Individuelle Blended Learning-Arrangements ermöglichen besonders für High-Potentials und das Management effektive Angebote. Neben der traditionellen formellen Weiterbildung berücksichtigen Digitale Lernstrategien auch den zunehmenden Anteil informellen Lernens.

Wer jetzt nicht handelt, droht abgehängt zu werden

Die Ergebnisse des Benchmarks machen deutlich, dass die digitale Transformation mit all ihren Folgen wie einer hohen Innovationsgeschwindigkeit und schnellem Wandel eine positive Wirkung auf die Entwicklung des digitalen Lernens hat. Umgekehrt nutzen Unternehmen digitales Lernen, um ihre Mitarbeiter auf den digitalen Wandel vorzubereiten. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Unternehmen, die sich noch nicht mit digitalen Lernstrategien beschäftigen und auch nicht planen, dies in Zukunft zu tun, laufen Gefahr ins Hintertreffen zu geraten.

Lösungen für kontinuierliches Lernen

Für Peter Miez-Mangold, der als Bereichsleiter e-Learning Solutions das digitale Lösungsportfolio der Haufe Akademie verantwortet, lautet die zentrale Botschaft des Benchmarks: „Weiterbildung entwickelt sich zukünftig immer mehr hin zum kontinuierlichem Lernen.“ Im Sinne dieser Entwicklung werde digitales Lernen immer vielfältiger, es gehe nicht länger nur um das traditionelle E-Learning, sondern um Lernlösungen, die sich ohne Einschränkungen Zielgruppen- und bedarfsgerecht ausgestalten ließen.  „Zusammen mit unserem Partner CrossKnowledge und unsere Expertise in der Qualifizierung und Weiterentwicklung von Menschen und Unternehmen bieten wir nicht nur ein umfangreiches Angebot an Lernlösungen, sondern auch Know-how bei der Etablierung einer digitalen Lernkultur im Unternehmen“, so Miez-Mangold.

Die komplette Studie zum Download: www.haufe-akademie.de/personalentwicklung/home

Reisen und Pauschalreisen werden online gebucht

Bei der Reiseplanung ist das Internet für die meisten Bundesbürger mittlerweile unverzichtbar: Neun von zehn Reisebuchungen werden mindestens zu einem Zeitpunkt online recherchiert. Dabei spielt die Nutzung von Smartphones eine immer wichtigere Rolle. Geht es um die Reisebuchung, kombinieren Urlauber Online-Medien und die persönliche Beratung im Reisebüro. So buchen 42 Prozent der Deutschen ihre zuvor online recherchierte Reise im Reisebüro. Das ergab die repräsentative Gemeinschaftsstudie „The Mobile Traveller“ von Google und TUI Deutschland, für welche die Marktforschungsinstitute TNS und GfK zwei Erhebungen unter Reisenden durchgeführt haben. Die Studie „The Mobile Traveller“ liefert aktuelle Erkenntnisse über das Such- und Buchungsverhalten deutscher Reisender. Dabei wurde speziell deren Nutzung mobiler Geräte für die Reisebuchung sowie am Urlaubsort selbst untersucht.Jede zweite Reise und rund ein Drittel aller Pauschalreisen werden online gebucht. Nicht nur bei der Planung ihrer Reise setzen Urlauber verstärkt auf das Internet – „neun von zehn Reisen werden mittlerweile online vorbereitet, allein fünf von zehn über das Smartphone“, so Christian Bärwind, Industry Leader Travel bei Google Deutschland – sondern auch die Buchungen erfolgen zunehmend online. Aktuell werden 50 Prozent der Reisebuchungen im Internet abgeschlossen. Bei Pauschalreisen liegt der Wert bei 32 Prozent (2012: 22 Prozent). Dabei machen sogenannte „ROPO“-Buchungen (Research Online, Purchase Offline) einen Anteil von 42 Prozent aus. Dass zunächst online recherchiert und dann im Reisebüro gebucht wird, gilt vor allem für Pauschalreisen. Hier liegt der ROPO-Effekt bei weit über der Hälfte (58 Prozent) der Reisebuchungen.

Reisen und Pauschalreisen

Reisende wechseln Geräte, Smartphones immer wichtiger
Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Reisende bei ihrer Urlaubsrecherche nicht nur zwischen verschiedenen Online- und Offline-Kanälen hin und her wechseln, sondern auch unterschiedliche internetfähige Geräte nutzen. Konkret heißt das: Während seiner Recherche wechselt ein Internetnutzer durchschnittlich 26 Mal das Gerät. Er verwendet immer genau das Gerät, das ihm im jeweiligen Moment am geeignetsten erscheint und möglichst zeitsparend ist. Dabei gewinnen speziell Smartphones an Bedeutung und spielen in der Recherchephase und später am Urlaubsort die größte Rolle. Nicht nur, dass jeder zweite Urlaubsbuchende sein Smartphone für die Recherche nutzt. Auffällig ist auch, dass dieses mobile Gerät vor allem spontan zum Einsatz kommt: 69 Prozent der Smartphone-Recherchen geschehen ungeplant und zeichnen sich vor allem durch kurze Suchmomente aus. Damit erlangen mobile Geräte bei der Urlaubsplanung der Nutzer einen zunehmend größeren Stellenwert.

TUI ist auf allen Kanälen präsent und baut mobile Services weiter aus
Oliver Dörschuck, touristischer Geschäftsführer der TUI Deutschland, sieht den Veranstalter angesichts der Studienergebnisse gut aufgestellt: „TUI ist bereits heute auf allen Kanälen präsent und bietet ein 360-Grad-Kundenerlebnis. Ob ein Urlauber sich persönlich im Reisebüro oder Contact Center beraten lassen möchte oder sich lieber online über unsere Websites, die sozialen Netzwerke oder mobile Apps informiert – wir haben auf allen Kanälen und für jede Phase der Customer Journey die passenden Angebote.“

Inspirationsphase: Digitales Informationsangebot steigert die Vorfreude
Das digitale Informationsangebot der TUI ist so umfangreich wie nie zuvor: Rund eine halbe Million Fotos, 500 Videos und 100.000 sogenannte „Points of Interests“ – wie zum Beispiel der Eiffelturm mitsamt Öffnungszeiten und Preisen – garantieren multimediale Inspiration. Ob die Urlaubswilligen selber durchs Netz surfen oder Expertenrat im Reisebüro suchen, bleibt ihnen dabei selbst überlassen – die Informationen stehen kanalübergreifend zur Verfügung. Dabei sind auch die TUI Urlauber immer häufiger mobil unterwegs: So ist die Anzahl der Nutzer, die mit Smartphone und Tablet auf TUI.com unterwegs sind, zwischen 2012 und heute von sieben auf 47 Prozent gestiegen. Da sämtliche Seiten responsive sind, also für das jeweilige Endgerät optimiert, können sie ebenso komfortabel auf die TUI Inhalte zugreifen wie Online-Kunden mit Desktop-PC. Um dem Online-Kunden die Wahl für das richtige Angebot zu erleichtern, nutzt die Website unter anderem personalisierte Empfehlungen, die auf die Reisewünsche und das bisherige Suchverhalten des Kunden zugeschnitten sind. Mit dem Ausbau der mittlerweile 30 eigenen Konzept-Stores treibt TUI auch die digitalen Services im Reisebürovertrieb weiter voran: Großflächige Monitore mit Urlaubsimpressionen an den Wänden, eine interaktive Weltkarte mit Touchscreen, Beratung via IPad und virtuelle Hotelrundgänge zeugen von der zukunftsweisenden Verknüpfung von Online- und Offline-Welt und sprechen vor allem moderne, internetaffine Kunden an. In ausgewählten Büros haben diese die Möglichkeit, sich mithilfe von Virtual-Reality-Brillen direkt ans Urlaubsziel versetzen zu lassen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren rund 120 eigene Reisebüros auf das TUI Store-Konzept umzustellen.

Planungs- und Buchungsphase: Intelligente Verzahnung von On- und Offline
Um ihren Kunden ein nahtloses und kanalübergreifendes Kauf- und Serviceerlebnis zu ermöglichen und sie so persönlich wie möglich anzusprechen, treibt TUI die intelligente Verzahnung der On- und Offline-Kanäle weiter voran. Allein in den letzten zwölf Monaten haben speziell geschulte Mitarbeiter der TUI Filialen und Flug-hafenstationen 300.000 Online-Kunden betreut und unterstützen damit ihre Kol-legen in den Contact Centern. Neben E-Mail und Telefon ist das Multikanal-Beratungsangebot inzwischen um den Live-Chat auf TUI.com ergänzt worden. Mehr als 50.000 Kunden haben sich im letzten Jahr über diesen Weg beraten lassen. Das umfangreiche Know-how der Experten in den TUI Reisebüros kommt vor allem bei der Planung hochpreisiger und besonders beratungsintensiver Reisen zum Tragen. „Den Malediventrip mit der Familie für viele Tausend Euro buchen die Meisten eben doch nicht online“, weiß Oliver Dörschuck. Aus dieser Erkenntnis heraus hat TUI vor rund einem halben Jahr den Reisewunsch-Service eingeführt: Vor dem Verlassen der Website werden interessierte Online-Nutzer nahtlos an ausgewählte Partneragenturen weitergeleitet. Mit dem Erfolg ist Dörschuck nach den ersten Wochen zufrieden: „Rund 5.000 Kunden haben den Service bereits genutzt, ein Drittel aller Buchungen sind sogar Neukunden für TUI.“

Erlebnisphase: Ausbau mobiler Angebote über „Meine TUI“ und Hotelmarken-Apps
Rund 1,4 Millionen deutsche Urlauber nutzen das Service- und Informationsportal „Meine TUI“ als mobilen Reisebegleiter – entweder in der Desktop-Version oder als App-Variante. TUI baut die Inhalte und Services permanent aus und hat die Darstellung für Smartphones und Tablets optimiert. Hier finden Urlauber nicht nur alle Reiseunterlagen und Wissenswertes rund um den gebuchten Urlaub, sondern jetzt neu auch die Integration des mobilen Zug-zum-Flug-Tickets fürs Handy, die es Urlaubern ermöglicht, komplett ticketlos und nur mit Personalausweis oder Pass zu reisen. Zusatzleistungen wie Mietwagen oder Versicherungen sind bereits heute über „Meine TUI“ buchbar, seit Mai auch der Online-Check-in bei Robinson und TUI Magic Life. Die Integration von Ausflugsbuchungen kommt in Kürze. Von den eigenen Hotelmarken der TUI stellen TUI Blue und Robinson ihren Gästen eine eigene App zur Verfügung. Über sie können Urlauber zum Beispiel einen Tisch im Restaurant reservieren oder das Sport- und Entertainmentprogramm des jeweiligen Tages einsehen. Für die nächsten Ausbaustufen sind weitere Funktionen vorgesehen, wie der Online-Check-in vor der Anreise oder das Öffnen der Zimmertür mit dem Smartphone.

Untersuchungsgegenstand und Methodik der Studie: Die Marktforscher von GfK und TNS haben im Auftrag von Google und TUI Deutschland Urlaubsreisen (Pauschalreisen, Hotel- und Flugbuchungen) untersucht, die online oder offline (Reisebüro, E-Mail, Telefon) gebucht wurden. Für die Customer-Journey-Travel Studie der GfK wurde die GfK Travelscope-Befragung von Reisenden in Kombination mit den Daten dieser Befragten aus einer software-basierten Messung ihres Online-Verhaltens im GfK Crossmedia Link Panel für Reisen in 2015 untersucht. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung ab 18 Jahren mit Desktop-Recherche.

In der Mobile-Traveller-Studie von TNS wurde eine für die deutsche Online-Bevölkerung ab 18 Jahren repräsentative Stichprobe von Reisenden online befragt. In dieser ist neben der Desktop-Recherche auch die Recherche auf Smartphones erfasst.

quelle :TUI

Business Thesen zu Big Data & Smart Data

Das größte Potenzial für Big-Data -Technologien wird man in Zukunft in den Anwendungsbereichen Mobilität und der Industrie finden.
Durch die Datenschutz- und Datensicherheitsaspekten in Deutschland und Teilen der EU, werden wir die größten Herausforderungen in der Gesundheitsbranche in den nächsten Jahren finden. Big-Data-Lösungen werden bis zum Jahr 2025 ein Volumen von bis zu  70 Milliarden Euro hervorbringen. Digitale Produkte und Dienstleistungen benötigen in Zukunft eine Big Data Strategie um am Markt erfolgreich zu sein.

Business Thesen zu Big Data & Smart Data

Big Data

  1. Wird der Treiber von digitalen Entwicklungen, Geschäftsmodellen, Produktideen und Dienstleistungen werden.
  2. Wird wird vorhandene datenbasierte Analyse Methoden und Vorhersagemodelle ablösen.
  3. Wird in Zukunft die strategische Steuerung des Tagesgeschäfts übernehmen.
  4. Wird die größten Herausforderungen, Datenschutz und Datensicherheit lösen müssen.
  5. Wird die Mobilität und die Industrie stark prägen.
  6. Wird hohe Eintrittsbarrieren im Gesundheitsbereich vorfinden.
  7. Wird Personalentscheider bewegen, Aus- und Weiterbildung des Personals voranzubringen.
  8. Ist in vielen Unternehmen noch nicht kompatibel zu gängigen Methoden und Tools.
  9. Big Data und Social-Media-Daten stehen vor dem Durchbruch.
  10. Wird von IT-Abteilung vorangetrieben.

 

Schon heute den DIGIAL AHEAD für morgen sichern.

Die Digitalisierung in der Marketingabteilung

An alle Marketingverantwortlichen. Die Digitalisierung hat keine Zeit. Eine neue Herausforderung in Punkto Digitale Transformation wartet auf alle Marketingleiter- und Vorstände. Die Themen für eine erfolgreiche Zukunft. Top 5:

  1. Big Data
  2. Konsistente Kommunikation
  3. Aufbrechen von Silo-Strukturen
  4. Multichannel-Vertriebsstrukturen
  5. Implementieren von Marketingsoftware (CRM,PIM,MRM,MAM)

upmann digital

Airline Digital | Jedes dritte Luftfahrt-Unternehmen noch ohne Digitalstrategie

Das Smartphone lotst die Passagiere am Flughafen zum Gate, das Flugzeug ermittelt dank Big Data selbstständig die beste Route, und Turbinen werden mithilfe von Augmented-Reality-Brillen entwickelt: Die Digitalisierung verändert die Luftfahrt auf allen Ebenen. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 102 Experten, die der Digitalverband Bitkom anlässlich der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen der Luftfahrtbranche. Laut der Umfrage sehen die Experten die Digitalisierung sehr viel eher als Chance (95 Prozent) denn als Risiko (4 Prozent). Allerdings gehen sie den digitalen Wandel oft noch nicht strategisch an: So hat ein Drittel (32 Prozent) der befragten Unternehmen noch keine Digitalstrategie. 41 Prozent haben eine zentrale Strategie für verschiedene Aspekte der Digitalisierung, 27 Prozent verfügen immerhin über Teilstrategien. „Die Digitale Transformation bietet enorme Chancen für die Luftfahrt. Sie macht das Fliegen effizienter, sicherer und komfortabler und die Herstellung von Flugzeugen oder Flugzeugteilen kostengünstiger und flexibler. Darüber hinaus können neue Geschäftsmodelle auf der Grundlage innovativer Technologien wie Big-Data-Analysen oder digitalen Plattformen entwickelt werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Um die Digitale Transformation erfolgreich zu gestalten, müssen die Unternehmen den Wandel strategisch angehen. Hierbei kann es sinnvoll sein, mit großen Unternehmen der Digitalbranche und Start-ups zu kooperieren. Diese bringen neben reichlich Digital-Knowhow häufig auch frischen Wind in traditionsreiche Branchen und können helfen, neue Projekte zum Fliegen zu bringen.“

 DigitalisierungIn der Bitkom-Studie wurde untersucht, wie sich die Digitalisierung auf die Luftfahrt auswirkt, also zum Beispiel auf die Aspekte Effizienz und Sicherheit, wie sie die Customer Journey verändert, welche Rolle Industrie 4.0 in der Luftfahrt spielt und welche Konsequenzen diese Veränderungen für die Unternehmen und die Branche haben.

 Fliegen wird durch die Digitalisierung komfortabler

Die Customer Journey in der Luftfahrt – also das Reiseerlebnis von der Buchung bis zur Ankunft – wird durch die Digitalisierung insgesamt deutlich einfacher und bequemer, sowohl am Boden als auch in der Luft. So erwarten zum Beispiel 42 Prozent der Befragten, dass der Einsatz von Augmented Reality zur besseren Orientierung am Flughafen im Jahr 2030 verbreitet sein wird, etwa in Form von Smart Glasses, die die Passagiere zum Gate lotsen. Alle Befragten (100 Prozent) sagen zudem, dass der vollautomatische Check-in mit Gepäckautomaten künftig verbreitet sein wird. An Bord wird es üblich sein, dass Passagiere ihren eigenen Video- oder Audio-Streaming-Dienst über das In-Flight-Entertainment-System nutzen können (100 Prozent). Fluggäste werden mit ihrem Smartphone telefonieren (98 Prozent) und über einen kostenfreien Internetzugang (96 Prozent) surfen können. Die meisten Befragten (92 Prozent) erwarten zudem, dass Passagiere im Jahr 2030 an Bord online shoppen und die gekauften Waren nach der Landung am Gepäckband abholen können. Die Möglichkeit, den Aufenthaltsort des eigenen Gepäcks mittels Smartphone-App in Echtzeit zu verfolgen, wird 2030 laut 91 Prozent der Befragten ebenfalls verbreitet sein. Rohleder: „Flugreisen werden künftig deutlich stressfreier sein als heute und sich viel besser mit unseren individuellen Interessen und Bedürfnissen vereinbaren lassen.“ 

Digitalisierung macht Luftfahrt effizienter, ressourcenschonender und sicherer

Die Digitalisierung erhöht zudem die Effizienz in der Luftfahrt. So erklären 92 Prozent der Befragten, dass digitale Technologien helfen, die zunehmende Nachfrage im Luftverkehr zu decken, zum Beispiel durch eine schnellere Abfertigung von Passagieren und Gepäck am Flughafen. Zudem werden Flugzeuge künftig mittels digitaler Technologien eigenständig die effizientesten Routen wählen, wie 94 Prozent der Befragten sagen. Diese Form der Flugroutenoptimierung erfolgt in der Regel über eine Software, die aktuelle Flugzeug- und Wetterdaten in Echtzeit auswertet. 62 Prozent der Befragten sind zudem der Ansicht, dass digitale Technologien die Kosten in der Luftfahrt senken helfen. So macht sich beispielsweise eine effizientere Routenplanung unmittelbar im Kerosinverbrauch und damit in der Bilanz bemerkbar. Nicht zuletzt profitiert auch die Umwelt von dem Einsatz digitaler Technologien in der Luftfahrt: 56 Prozent der Befragten sagen, dass die Umweltbelastung im Luftverkehr mithilfe digitaler Technologien reduziert werden kann. Neben dem geringeren Kerosinverbrauch kann zum Beispiel auch der Fluglärm verringert werden. Innovative digitale Lösungen machen das Fliegen darüber hinaus sicherer, wie 97 Prozent der Befragten meinen, etwa durch verbesserte Anti-Kollisionssysteme.

Herstellung und Wartung von Flugzeugen wird smarter

Digitale Anwendungen wie Sensoren, 3D-Druck oder Augmented Reality werden künftig in der Flugzeugherstellung und -wartung eine große Rolle spielen, wie die Bitkom-Befragung zeigt. Zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) gehen davon aus, dass sich die Produktion in der Luftfahrt im Jahr 2030 mittels digitaler Technologien selbst organisiert und weitgehend automatisiert abläuft (Industrie 4.0). Einig sind sich die Befragten, dass die vorausschauende Wartung von Flugzeugen bzw. Flugzeugteilen mit Hilfe digitaler Technologien im Jahr 2030 verbreitet sein wird (98 Prozent). Das heißt: Wartungsarbeiten können dank Informationen von Sensoren rechtzeitig vor Ausfall eines Flugzeugteils eingeleitet, nötige Ersatzteile automatisch beschafft werden. 9 von 10 Befragten (91 Prozent) erwarten zudem, dass die elektronische Wartungsakte, die immer im Flugzeug verbleibt und eine lückenlose Historie erlaubt, 2030 Standard sein wird. Datenbrillen, die den Flugzeugmechaniker bei der Wartung mit wichtigen Informationen versorgen, werden nach Ansicht von 84 Prozent der Experten 2030 verbreitet sein.

Drohnen unterstützen öffentliche Sicherheit und Wirtschaft

Digitale Technologien bringen auch große Fortschritte in der Herstellung von unbemannten Luftfahrtobjekten, also Drohnen. Die befragten Unternehmen sollten einschätzen, für welche Zwecke Drohnen im Jahr 2030 verbreitet eingesetzt werden. Nach Ansicht der Experten werden Drohnen besonders intensiv genutzt, um in der öffentlichen Sicherheit zu unterstützen (100 Prozent), um im Katastrophenfall schwer zugängliches Gelände zu begutachten (99 Prozent) und um besonders sensible Anlagen oder Objekte zu schützen (95 Prozent). Aber auch in der Wirtschaft werden Drohnen im Jahr 2030 eine wichtige Rolle spielen. So werden sie laut der Befragung beispielsweise in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, etwa um Saatgut oder Dünger auszubringen (82 Prozent), oder im Handel, um Pakete zu transportieren (50 Prozent).

Unternehmen sehen große Chancen für neue digitale Geschäftsmodelle

Die digitale Transformation eröffnet auch Chancen für neue Geschäftsmodelle in der Luftfahrt, wobei die Experten das größte Potenzial in der Datenauswertung sehen. Bei einem datenbasierten Geschäftsmodell könnte ein Unternehmen beispielsweise Informationen zum Passagierverhalten an Flughäfen auswerten und darauf aufbauend eine Navigations-App entwickeln. 84 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass solche Modelle im Jahr 2030 zum Einsatz kommen. Auch plattformbasierte Geschäftsmodelle werden sich nach Ansicht vieler Experten (80 Prozent) durchsetzen. Dabei können beispielsweise über eine digitale Plattform Luftfracht und verfügbare Flugzeuge zusammengebracht werden. 78 Prozent der Befragten nehmen an, dass Geschäftsmodelle, die auf dem Prinzip der Share Economy beruhen, verbreitet sein werden, so etwa Mitflugzentralen. Rund die Hälfte (48 Prozent) sieht auch Potenzial für Geschäftsmodelle, bei denen zum Beispiel Triebwerke nutzungsabhängig vergütet werden.

Festhalten an traditionellen Geschäftsmodellen hemmt Innovation

Die Unternehmen sehen aber auch einige Hemmnisse für digitale Innovationen: So sind zwei Drittel der Experten der Ansicht, dass Luftfahrtunternehmen zu sehr an traditionellen Geschäftsmodellen hängen (68 Prozent). Weitere unternehmensinterne Hemmnisse sind fehlendes Kapital für Forschung und Entwicklung (61 Prozent) sowie mangelndes Know-how im Management der Luftfahrtunternehmen (34 Prozent). Auch auf politischer Ebene sehen die Befragten einige Innovationshemmnisse: Zum einen fehle Unterstützung durch die Politik (73 Prozent), zum anderen unterliege die Luftfahrt einer zu starken Regulierung (30 Prozent). Als Innovationshemmnis sehen die Befragten außerdem, dass die Passagiere skeptisch gegenüber Innovationen in der Luftfahrt seien (34 Prozent).  

Digitalisierung | IT-Unternehmen brauchen Rechtssicherheit bei Werkverträgen

Der Digitalverband Bitkom sieht bei der jetzt erzielten Einigung innerhalb der Regierungskoalition zur Arbeitsmarktreform Licht und Schatten. So seien geplante Verschärfungen bei Werkverträgen zwar weggefallen, gleichzeitig würden aber die Möglichkeiten der Arbeitnehmerüberlassung unnötig eingeschränkt. „So sehr wir Maßnahmen gegen prekäre Arbeitsbedingungen und für gute Arbeit begrüßen: Die vorgeschlagenen Regelungen zu Arbeitnehmerüberlassung und Werkverträgen werden den Anforderungen der digitalen Wirtschaft nicht gerecht“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Regelungen werden dazu führe, dass IT-Projekte in Deutschland erschwert werden. Gut gemeinte neue Gesetze, die eigentlich auf einzelne Branchen zielen, dürfen aber nicht dazu führen, dass wir uns arbeitsrechtlich einen Klotz ans Bein binden.“ Bei Werkverträgen wurde auf einen ursprünglich geplanten, strengen Kriterienkatalog verzichtet, stattdessen sollen Definitionen aufgenommen werden, wann ein normales Arbeitsverhältnis vorliegt. Gleichzeitig haben sich SPD und Union aber darauf verständigt, Arbeitnehmerüberlassungen künftig im Regelfall auf maximal 18 Monate zu beschränken. Ein längerer Einsatz hängt von Tarifverträgen und der Zustimmung der Gewerkschaften ab. „IT-Projekte dauern regelmäßig länger als 18 Monate. Greift die Höchstdauer für eine Arbeitnehmerüberlassung, müsste eine IT-Beratungsfirma während eines laufenden Projekts künftig die Experten austauschen“, so Rohleder. „Das ist wirtschaftlich unsinnig, verteuert und verlangsamt die Projekte und hilft niemandem. Angesichts von 43.000 offenen Stellen für IT-Experten ist ein gesetzlich erzwungener Personalwechsel in der Praxis nur schwer umzusetzen.“ Gerade der Mittelstand sei bei Digitalisierungsprojekten auf externe IT-Experten angewiesen, aber auch Großunternehmen benötigen entsprechende Unterstützung. Rohleder: „Wenn Deutschland bei der Digitalisierung Tempo aufnehmen soll, dann brauchen wir keine Verschärfung der bestehenden Regelungen, sondern mehr Flexibilität und Agilität.“

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 Auch Werkverträge sind in der IT-Branche von großer Bedeutung. „Selbstständige IT-Spezialisten arbeiten zumeist freiwillig auf eigene Rechnung und streben gar keine Festanstellung an“, so Rohleder. Es sei begrüßenswert, dass die Koalition einen ursprünglich geplanten Kriterienkatalog abgelehnt habe, der etwa bei Anwesenheit in den Räumen des Arbeitgebers oder bei Nutzung dessen Betriebsmittel Werkverträge praktisch unmöglich gemacht hätte. „Die jetzt geplante Neuregelung bei den Werkverträgen führt aber nicht zu mehr Rechtssicherheit für die Unternehmen, die aktuelle Rechtsunsicherheit bleibt bestehen“, sagte Rohleder. „Der einzig richtige Weg wäre deshalb eine grundsätzliche Ausnahme der Digitalbranche von den Einschränkungen bei Werkverträgen und eine Konzentration auf jene Branchen, in denen tatsächlich prekäre Arbeitsverhältnisse vorkommen.“

Digitale Transformation muss Top-Thema für Industrienationen sein

Die sieben bedeutendsten Industrienationen der Welt (G7) bereiten ihren Gipfel im Mai in Japan erstmals mit einem gesonderten, zweitägigen Treffen der ITK-Minister der Mitgliedsländer vor. Es beginnt morgen in Takamatsu City und endet am 30. April. „Das Treffen der Digital-Minister der bedeutendsten Wirtschaftsnationen zur Gipfel-Vorbereitung ist ein wichtiges Signal. Es unterstreicht die Bedeutung der Digitalisierung für die globale Wirtschaft“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Leistungsfähigkeit einer Industrienation misst man nicht mehr in Tonnagen, sondern im Grad der Digitalisierung. Digitale Geschäftsmodelle in der Industrie, innovative Start-ups sowie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sind heute die Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit von Volkswirtschaften.“ Im Mittelpunkt der Beratungen der Digitalminister stehen die Themen Innovation und wirtschaftliches Wachstum sowie Cybersicherheit und der ungehinderte Datenfluss. Rohleder: „Das Vorbereitungstreffen sollte dazu führen, dass die digitale Transformation auch auf dem G7-Gipfel der Staatschefs Ende Mai in Japan eine bedeutende Rolle spielt.“

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Nach Ansicht des Bitkom sollten sich die G7 besonders dafür einsetzen, technische und rechtliche Barrieren zu beseitigen, um damit weltweit für gleichermaßen geschützte wie freie Datenflüsse zu sorgen. „Nur wenn Daten grenzüberschreitend ausgetauscht werden, können Anwendungen wie Cloud Computing, Big Data oder Industrie 4.0 weltweit erfolgreich sein und innovative Technologien entwickelt werden. Der sichere Datenfluss ist heute von so entscheidender Bedeutung wie in der Vergangenheit der Abbau von Zöllen und Reisebeschränkungen“, so Rohleder. Zugleich müssten die bedeutenden Industrienationen gemeinsam den Kampf gegen Cyberkriminalität verstärken. Laut einer Bitkom-Studie ist gut die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl betroffen. Dabei entstehen allein hierzulande Schäden in Höhe von rund 50 Milliarden Euro pro Jahr. „Die zunehmende Vernetzung sorgt für wirtschaftliches Wachstum und eine Vielzahl neuer Anwendungen für Unternehmen und Bürger. Zugleich bietet sie auch Kriminellen neue Möglichkeiten, denen mit einer noch stärkeren internationalen Zusammenarbeit entgegengetreten werden muss“, sagt Rohleder.

Wichtig sei außerdem ein klares Bekenntnis der führenden Industrienationen zu verstärkten Investitionen in digitale Infrastrukturen und grenzüberschreitende Standards, etwa beim Mobilfunk. Rohleder: „Die G7 ist als Gruppe der führenden Industrienationen gegründet worden. Jetzt muss sie Wegbereiter für die Digitalisierung anderer Länder

Fokus der Innovationspolitik auf das Thema Digitalisierung lenken

Der Digitalverband Bitkom hat angesichts des heutigen Forschungsgipfels einen noch stärkeren Fokus der Innovationspolitik auf das Thema Digitalisierung gefordert und eine entsprechende Finanzierung angemahnt. „Der Forschungsgipfel 2016 setzt das richtige Signal, indem er als zentrales Thema die Digitalisierung aufgreift. Wir müssen uns durch alle Branchen hinweg in Thema Forschung und Entwicklung stärker auf Digitaltechnologien konzentrieren“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Im Mittelpunkt von FuE sollten künftig Maßnahmen stehen, die der digitalen Transformation der deutschen und europäischen Leitindustrien dienen. Bitkom schlägt vor, dass künftig jeder zweite Euro, der in Forschung und Entwicklung investiert wird, für die Digitalisierung aufgewendet wird. Rohleder: „Wir müssen weg vom Gießkannenprinzip und unsere Forschungsmittel auf die digitale Transformation fokussieren. Und wir müssen deutlich mehr Mittel in Forschung und Entwicklung rund um die Digitalisierung investieren, wenn Deutschland bei der Digitalisierung der Wirtschaft im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz erreichen soll.“

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Die Forschungspolitik hat nach Ansicht des Bitkom eine entscheidende Rolle daran, die Leitindustrien zu digitalisieren. „Bei der Innovationsförderung müssen wir die bisherige regional ausgerichtete Clusterpolitik überwinden, in der jedes Bundesland und jeder Landkreis seine eigenen Ziele verfolgt“, so Rohleder. Bitkom schlägt nationale und europäische „Digital Hubs“ vor, die die Digitalisierung der Leitbranchen wie Automobilbau, Logistik, Medizin oder die Finanzbranche voranbringen sollen. In diesen Hubs können die Flaggschiffe der deutschen Wirtschaft zusammen mit Mittelständlern, Start-ups, IT-Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein digitales Ökosystem bilden. „Wir brauchen eine klare Fokussierung auf die Digitalisierung, die Einbeziehung von Start-ups und jungen, innovativen Unternehmen sowie eine stärkere Internationalisierung, mit der wir möglichst viele der besten Köpfe und Vordenker der Digitalwirtschaft nach Deutschland holen“, so Rohleder. „Es reicht nicht aus zu vernetzen, was wir schon haben. Wir müssen Zentren der Digitalisierung aufbauen“, so Rohleder.

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Digitalisierung verändert Privatkunden- und B2B Märkte

Eine der zentralen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Wirtschaft ist einer Mehrheit der deutschen Top-Manager unbekannt: Sechs von zehn Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern (60 Prozent) von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern wissen nicht, was die Begriffe Plattform-Ökonomie bzw. digitale Plattformen bedeuten. Nur 40 Prozent der Befragten sind diese Schlagworte bekannt. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 507 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. „Die Digitalisierung führt auf vielen Märkten zu grundlegenden Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen. Eine zentrale Rolle spielen dabei digitale Plattformen“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Es sei daher wichtig, dass die Verantwortlichen in den Unternehmen diese Entwicklungen bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Von den Top-Managern, denen das Thema Plattform-Ökonomie bekannt ist, gibt die Hälfte an, dass es bereits eine oder mehrere für ihr Unternehmen relevante digitale Plattformen gibt. Weitere 13 Prozent antworten mit „weiß nicht“. Nur 37 Prozent sagen, dass es bislang keine für ihr Unternehmen bedeutende digitale Plattform gibt.

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Das Grundprinzip von Plattform-Märkten funktioniert ähnlich wie ein physischer Marktplatz oder eine Messe. Der Organisator des Marktes, also der Betreiber der Plattform, bringt an einem Ort Anbieter und Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen zusammen. Der Plattform-Betreiber bekommt von den Händlern eine Gebühr dafür, dass sie auf dem Markt ihre Produkte anbieten dürfen. Von den Kunden erhält er zuweilen einen Betrag dafür, dass sie Zutritt zu diesem Marktplatz bekommen. Ein anderes Beispiel sind Zeitungen, die Anzeigenkunden und interessierte Leser zusammenbringen.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren in der digitalen Welt Plattformen wie Airbnb, Uber, Ebay, der Apple App-Store, Spotify etc. Online-Plattformen vermitteln zum Beispiel Zimmer für Übernachtungen, Autofahrten, überflüssigen Hausrat, Software oder Musik. Weitere Beispiele sind die Vermittlung von Immobilien, von Jobs oder von Kapital per Crowdfunding. Eigene Waren, Immobilien, Fahrzeuge oder Inhalte benötigen die Betreiber der Plattformen nicht. Sie generieren Einnahmen unter anderem über Mitglieds- oder Transaktionsgebühren. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter wiederum bringen Anbieter und Nutzer von Inhalten zusammen und schalten zielgenaue Werbung. „Anbieter von Produkten oder Diensten können ihre Reichweite über eine digitale Plattform enorm erhöhen und theoretisch jeden Internetnutzer weltweit erreichen“, sagte Rohleder. Auf der anderen Seite gebe es aber auch Herausforderungen, die Unternehmen berücksichtigen müssen. „Netzwerkeffekte führen dazu, dass es für jeden Markt nur wenige Plattformen geben wird“, betonte Rohleder. Zudem würden viele Unternehmen den direkten Kontakt zu ihren Kunden verlieren, wenn diese Beziehungen vom Betreiber einer digitalen Plattform übernommen werden. Rohleder: „Unternehmen brauchen in der digitalen Wirtschaft eine Plattform-Strategie. Sie müssen wissen, wie sie sich in diesem veränderten Umfeld bewegen wollen.“

Das vor allem auf Privatkundenmärkten bekannte Prinzip digitaler Plattformen wird nun verstärkt auf den B2B-Bereich übertragen, was unter anderem für das produzierende Gewerbe in Deutschland relevant ist. „Derzeit formieren sich in zahlreichen B2B-Märkten, zum Beispiel im Maschinenbau oder in der Landwirtschaft, digitale Plattformen“, sagte Rohleder. Über B2B-Plattformen können zum Beispiel Auftragseingang, Materialbeschaffung, Produktionspläne oder Logistikprozesse organisiert werden. Daneben spielen technologische Plattformen in der digitalen Welt eine wichtige Rolle. Beispiele sind teilweise oder vollständig offene Betriebssysteme wie Android und Windows oder der Datenbankbeschleuniger SAP Hana. „Auf digitalen Plattformen kann jeder die angebotenen Technologien nutzen, um damit eigene Anwendungen zu entwickeln und anzubieten“, sagte Rohleder. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Anbieter der Technologie öffnen und zum Beispiel Programmierschnittstellen (APIs) für eine Software zur Verfügung stellen.

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Deutschland durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von 507 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern im Februar 2016 befragt.

Quelle – PR Bitkom